Nach Flugzeugcrash
Bund spricht kein Verbot für Flugshows in Dittingen aus

Laut Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) sind bei den diesjährigen Dittinger Flugtagen alle Vorschriften beachtet worden. Deshalb kommt für das Bazl momentan kein Verbot der Flugshows infrage.

Bojan Stula
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Das Team Grasshoppers:

Das Team Grasshoppers:

Nordwestschweiz

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hielt gestern eine Krisensitzung zu den Vorgängen in Dittingen ab. In einem Statement gegenüber «Radio SRF 4 News» stellte Bazl-Direktor Peter Müller fest, dass «nach heutigem Wissensstand in Dittingen alle Vorschriften beachtet wurden».

Man hatte gerade für die Fluggruppe, die den Unfall verursacht hat, spezielle Trainings vorgesehen. Laut Müller wird das Bazl alle Massnahmen nochmals überprüfen und dann entscheiden, «ob wir zusätzliche Vorkehrungen ergreifen müssen». Ein Verbot von Flugshows wurde nicht beschlossen, da es zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismässig erscheine.

Auf dem gleichen Sender stellte Max Ungricht, der ehemalige Trainer der Schweizer Kunstflugnationalmannschaft, nicht nur die Eignung der C-42-Ultraleichtflugzeuge für Formationsflug infrage, sondern auch den Ausbildungsstand der Grashoppers-Piloten.

Er habe die Formation nie mit eigenen Augen beobachtet, aber sein «Bauchgefühl» sage ihm, dass beim Trio die fliegerische Kompetenz «vielleicht nicht ganz vorne» stand. Selbst mit 300 bis 500 Flugstunden könne die Formation nicht als erfahren genug für den Formationsflug bezeichnet werden.

Dieser Aussage stehen verschiedene Medienberichte in der Fachpresse gegenüber, welche die Grasshoppers als kompetente Flieger einstuften. Tragischer Zufall: In der soeben erschienenen September-Nummer des deutschen Pilotenmagazins «Aerokurier» wird den Grasshopper-Piloten eine 6-seitige Titelgeschichte gewidmet. Darin werden ihre C-42 als «Showstars» tituliert.

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