Aussergewöhnliches Erlebnis
Die Begegnung mit einem Luchs in Rothenfluh: Der etwas andere Ausritt

In Rothenfluh wurde im Wald ein Luchs gesichtet. Dies zeigt ein Video auf Facebook von letzter Woche. Raphael Häner vom Verband der Waldeigentümer erklärt, weshalb der Luchs für die Wälder gut ist.

Laura Pirroncello
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Dass es in der Nordwestschweiz Luchse gibt, ist bekannt. Die Begegnung mit einer Raubkatze ist dann aber doch etwas Spezielles. (Symbolbild)

Dass es in der Nordwestschweiz Luchse gibt, ist bekannt. Die Begegnung mit einer Raubkatze ist dann aber doch etwas Spezielles. (Symbolbild)

Romano Cuonz

Bei einem Ausritt in Rothenfluh sichtete ein Facebook-User einen Luchs am Wegesrand. Auf Social Media teilt er sein Erlebnis. Von weitem erkennt man den Luchs kaum zwischen dem trockenen Laub. Erst als der Reiter mit der Handy-Kamera näher zoomt, erkennt man das Tier. Von der Grösse her, scheint es noch nicht voll ausgewachsen zu sein, ängstlich ist es aber nicht. Obwohl Pferd und Reiter gerade mal rund drei Meter entfernt sind, bleibt der Luchs ruhig liegen und schaut den beiden entgegen. Er gähnt sogar noch ganz entspannt.

Andere Facebook-User sind begeistert von dem Video - oder wohl eher von der Raubkatze. Kommentare wie ««wow»,«schön» und «unglaublich» finden sich unter dem Video einige. Viele sind aber auch darüber entspannt, dass das Tier «kein bisschen scheu ist». Eine Userin schreibt ausserdem, dass auch schon in Eptingen und Hölstein Luchse gesichtet wurden.

«Der Luchs ist etwas Positives»

Auf Anfrage beim Verband der Waldeigentümer, WaldBeiderBasel, Raphael Häner, dass diese Beobachtung in Rothenfluh nicht aussergewöhnlich sei: «Es ist bekannt, dass es in der Nordwestschweiz Luchse gibt.»

Für die Waldeigentümer seien Luchse etwas Tolles. Insbesondere helfen die Raubkatzen bei der Regulierung der Rehpopulation. Denn Rehe verbeissen gerne die Eiche. Dies ist bei jungen Eichen, die im Wald wachsen sollen, ein Problem. Wenn die Rehe diese verbeissen, können die Bäume nicht mehr richtig wachsen. Dadurch, dass der Luchs die Anzahl Rehe dezimiert, werden weniger Bäume verbissen. «Der Luchs ist für uns also etwas Positives», sagt Raphael Häner. Er betont allerdings, dass die Raubkatzen vor allem alte und kranke Tiere reisst.