Spitalgruppe beider Basel
Am Spital Laufen soll es nun doch weiter einen 24-Stunden-Notfall geben

Verhandlungserfolg für die Laufentaler: Die Baselbieter Regierung will in Laufen doch rund um die Uhr eine Notfall-Versorgung und die stationäre internistische Grundversorgung aufrechterhalten. Das kostet allerdings 1,5 Millionen Franken pro Jahr.

Michael Nittnaus
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Am Spital Laufen soll es nun doch weiter einen 24-Stunden-Notfall geben.

Am Spital Laufen soll es nun doch weiter einen 24-Stunden-Notfall geben.

Juri Junkov

Monatelang verhandelte ein Delegation der Laufentaler Gemeinden mit der Baselbieter Regierung, nun haben sie ihr Ziel erreicht: Die Regierung beantragt dem Landrat, die Kosten für Leistungen am Spital-Standort Laufen zu tragen, die im Rahmen der geplanten Spitalgruppe beider Basel eigentlich nicht mehr vorgesehen waren.

Weiter auch stationäre Innere Medizin

Die wichtigsten Änderungen sind folgende: Anstatt einer Notfall-Permanence mit beschränkten Öffnungszeiten soll es weiter eine ambulante 24-Stunden-Notfall-Versorgung geben. Dies aber ausdrücklich nur für nicht lebensbedrohliche Fälle. Dazu wird fix ein Notfalltransport des medizinischen Rettungsdienstes die Rettungskette in Laufen ergänzen. Ebenfalls anders als vorgesehen soll die stationäre Allgemeine Innere Medizin aufrechterhalten werden.

Landrat muss Deal noch absegnen

Finanziert werden sollen diese Extra-Angebote über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) des Kantons. Die Regierung legt dem Landrat eine entsprechende Vorlage für die GWL-Jahre 2020-2022 vor. Pro Jahr kostet es 1,5 Millionen Franken extra, insgesamt also 4,5 Millionen Franken. Es ist am Landrat zu entscheiden, ob er diese Extra-Kosten für den Standort Laufen tragen will.

Klar ist: Von Basel-Stadt wird solch ein ausserordentlicher Leistungs-Erhalt an einzelnen Baselbieter Spital-Standorten nicht mitfinanziert. Das wurde im Rahmen der Verhandlungen zur Spitalgruppe beziehungsweise dem Universitätsspital Nordwest (USNW) so festgehalten. Ursprünglich sah das Zielbild des USNW für den Standort Laufen lediglich noch eine stationäre Reha, eine Schmerzklinik, ausgewählte Sprechstunden sowie eben eine Notfall-Permanence mit eingeschränkten Öffnungszeiten vor.