Sekundarschule Gelterkinden

Zwölfjährige Schüler dealen auf Pausenplatz – Behörden sind alarmiert

An der Sekundarschule in Gelterkinden werden mit diversen Drogen gedealt. Unter anderem auch mit Cannabis oder Kokain. (Symbolbild)

An der Sekundarschule in Gelterkinden werden mit diversen Drogen gedealt. Unter anderem auch mit Cannabis oder Kokain. (Symbolbild)

Auf dem Pausenplatz der Sekundarschule Gelterkinden verkaufen zwölfjährige Schüler Stoff an ältere Schüler. Die Behörden sind alarmiert.

Schüler, die Drogen konsumieren und sogar damit dealen, halten derzeit Schulleitung und Lehrerschaft der Sekundarschule Gelterkinden auf Trab. Polizei und Fachstellen seien eingeschaltet worden. Dies berichtete die «Volksstimme». Es würden Personenkontrollen durchgeführt. Dabei seien Drogen beschlagnahmt und Hausdurchsuchungen vollzogen worden.

Roland Walter, Mediensprecher der Baselbieter Polizei, bestätigt der bz, dass die Kantonspolizei an verschiedenen Brennpunkten regelmässig Personen kontrolliere, so auch in Gelterkinden. «Die Polizei führt diese Kontrollen bei Hotspots an diversen neuralgischen Orten wie Bahnhöfen oder Schulen durch.» Auch der Bahnhof Liestal gehöre dazu. Gelterkinden sei nicht die einzige Sek, die mit Drogen konfrontiert sei, ergänzt Walter.

Wie viele Leute in Gelterkinden bisher überprüft worden sind, darüber wird keine Statistik geführt. Der Polizeisprecher bejaht jedoch Informationen der Zeitung aus Sissach, dass Drogen sichergestellt wurden und es zu Hausdurchsuchungen gekommen ist. Über Art und Quantität der konfiszierten Substanzen macht er keine Angaben. Es handle sich nicht um eine aussergewöhnliche Menge, erklärt Roland Walter.

Mit Schulbeginn am 14. August bleibt gemäss Kantonspolizei «die erhöhte Sensibilität aller beteiligten Behörden aufrechterhalten». Bei Bedarf würden Aktionen durch die Strafverfolgungsbehörden wiederholt und nötigenfalls auch intensiviert.

In die Drogengeschäfte an der Gelterkinder Sekundarschule sollen auch zwölfjährige Schüler involviert sein. Diese würden den Stoff erwerben und dann an ältere Schüler weiterverkaufen, was nicht nur auf dem Pausenplatz geschehe. Die Rede ist von Tabak, Cannabis, Haschisch, aber auch von härteren Drogen wie Kokain.

«Wir haben schwierige Monate hinter uns», sagte Schulleiterin Barbara Zwygart zur «Volksstimme». Vor allem das Kiffen sei bei einigen Schülern stark verbreitet. Seit bald einem Jahr sei die Schulleitung deshalb mit dem Schulsozialdienst, externen Fachstellen, der Polizei und der Jugendanwaltschaft daran, der Situation zu begegnen, um diese in den Griff zu bekommen.

Unter den Jugendlichen hat sich in den vergangenen Monaten offenbar ein enges Netzwerk gebildet, das schwierig zu durchleuchten ist. Dazu sollen auch ehemalige Sekschüler gehören, die den jetzigen als Vorbild dienen.

Die Schulleitung schlug Alarm, nachdem einzelne Schüler einen enormen Leistungsabfall aufwiesen, ihre Motivation vermissen liessen und geistig abwesend waren. Auch haben laut der Schulleiterin Schüler schlechte Noten geschrieben, ihre Hausaufgaben nicht mehr gemacht oder sind dem Unterricht ganz ferngeblieben.

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