Ausflüge

Wieso in den Herbstferien nicht einmal ins Schwarzbubenland?

Der Galloway- und Straussenhof in Bättwil ist nur einer von 111 Orten im Kanton Solothurn, die man sehen muss. (zvg / M. Fisch/D. Dietrich)

Der Galloway- und Straussenhof in Bättwil ist nur einer von 111 Orten im Kanton Solothurn, die man sehen muss. (zvg / M. Fisch/D. Dietrich)

Für alle, die über den Rand des Baselbiets hinausblicken möchten: Die bz hat aus dem Buch «111 Orte im Kanton Solothurn, die man gesehen haben muss», fünf Ausflugsziele herausgesucht.

Es sind Schulferien – was tun? Wenn die Ideen fehlen, was man während der freien Tage unternehmen könnte, bietet ein neues Buch Abhilfe. Barbara Saladin und Christof Gasser haben
111 Orte im Kanton Solothurn zusammengestellt, die es sich zu besuchen lohnt. Das Werk reiht sich ein in eine lange Liste von Bücher, die sich mit Sehenswürdigkeiten einer Region befassen. Die beiden Autoren haben ein vielseitiges Programm für Ausflüge zusammengestellt – darunter einige Geheimtipps.

Das Schwarzbubenland hat Einiges zu bieten

Das Angebot ist breit gefächert: von einer Straussenfarm über ein Mahnmal, das an einen tragischen Flugzeugabsturz erinnert, bis hin zu einem fruchtigen Spaziergang, findet sich für alle etwas. Unter den 111 Solothurner Tipps befinden sich 21 Orte im Schwarzbubenland.

Die spezielle Farm

Der Straussenhahn der Farm heisst Zorro. (M. Fisch/D. Dietrich)

Der Straussenhahn der Farm heisst Zorro. (M. Fisch/D. Dietrich)

Diese Vögel können einiges: Strausse rennen mit einer Geschwindigkeit bis zu 70 Stundenkilometern. Kälte sowie Hitze bereiten den Tieren keine Schwierigkeiten. Ihr Fleisch ist besonders cholesterinarm und eines ihrer Eier ist 24 Mal grösser als ein Hühnerei.

Auf der Straussenfarm in Bättwil leben nicht nur Strausse, sondern auch schottische Gallowayrinder. Letztere sind bekannt für ihr flauschiges Fell.

Galloway- und Straussenhof
Unterer Eggweg 1, Bättwil.

Die Tragödie im Nebel

Die Unfallstelle nahe dem Weiler Herrenmatt. (B. Saladin)

Die Unfallstelle nahe dem Weiler Herrenmatt. (B. Saladin)

Im April 1973 stürzte im verschneiten Wald bei Hochwald ein englisches Charter-Flugzeug ab. Mit 108 Toten und 37 Verletzten ist dies die schwerste Flugzeugkatastrophe der Schweiz. Die Rettung der Überlebenden gestaltete sich äusserst schwierig. Eine Bauernfamilie holte einige der Verletzten in ihre eigene Stube und pflegte sie dort.

Ein Mahnmal bei der Absturzstelle erinnert an das Ereignis von jener Nebelnacht.

Absturz-Mahnmal
Herrenmattweg, Hochwald.

Das orthodoxe Kloster

Das Kloster am Pilgerweg oberhalb von Beinwil. (J. Junkov)

Das Kloster am Pilgerweg oberhalb von Beinwil. (J. Junkov)

Das Ende des 11. Jahrhunderts gegründete Kloster Beinwil hat bewegte Zeiten hinter sich. Die Einrichtung brannte während ihrer Geschichte mehrmals ab, zuletzt im Jahr 1978.

Nachdem bis Ende 2018 eine ökumenische Gemeinschaft das Kloster bewohnte, sind es seit 2019 griechisch-orthodoxe Mönche und Nonnen. Seither heisst die Institution «Heiliges Orthodoxes Kloster Johannes Kapodistrias Beinwil».

Kloster Beinwil
Kloster 109, Beinwil.

Der fruchtige Weg

Kirschbäume gehören zu Nuglar-St.Pantaleon. (B. Saladin)

Kirschbäume gehören zu Nuglar-St.Pantaleon. (B. Saladin)

Das Chirsi gehört zur Doppelgemeinde Nuglar-St. Pantaleon wie zum angrenzenden Kirschenkanton Baselland. Die Kirschbäume prägen das Landschaftsbild, werden aber immer rarer. Deshalb unterstützen die Gemeinde und der Kanton Solothurn deren Förderung.

Ein Spaziergang auf dem Chirsiweg bietet Abwechslung: Jetzt sind farbige Blätter zu sehen. Im Frühling trifft man auf ein weisses Blütenmeer.

Der Chirsiweg
Beginn ab Ausserdorfstrasse.

Der Turm an der Grenze

Der Remelturm wurde im Jahr 1901 gebaut. (B. Saladin)

 Der Remelturm wurde im Jahr 1901 gebaut. (B. Saladin)

Dieser Aussichtsturm befindet nicht ganz auf der Grenze, aber fast. Nur gerade zwei Meter trennen den Remelturm vom französischen Territorium. Das acht Meter hohe Konstrukt in Kleinlützel diente einst im Zweiten Weltkrieg als Wachposten für Schweizer Soldaten.

Heute dient der Turm als Aussichtspunkt: Von den Glarner Alpen über die Innerschweiz und die Berner Alpen kann man bis zum Jura sehen.

Remelturm
Bei Kleinlützel.

Autor

Jolanda Sauta

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