Wasserverschmutzung

Weisse Ergolz schreckt Anwohner auf

Die Ergolz trüb und milchig. (Aufnahme vom 20.01.20)

Die Ergolz trüb und milchig. (Aufnahme vom 20.01.20)

Jetzt steht fest, was in den vergangenen Tagen immer wieder zu einer starken, milchigen Trübung des Flusses unterhalb von Liestal geführt hat.

Die Ergolz bot am Montagmorgen unterhalb von Liestal ein unerfreuliches Bild: Zum wiederholten Male in den vergangenen Tagen stellten Anwohner eine starke, milchige Trübung fest. Einem Füllinsdörfer fiel zudem die Abwesenheit der sonst zahlreich vorhandenen Wasservögel auf, wie er besorgt der bz mitteilte: «Normalerweise können wir den ganzen Tag über Enten, Gänsesäger und oft auch einen Graureiher vor unserm Fenster in der Ergolz beobachten.» Momentan sei aber kein einziger Wasservogel zu sehen, schrieb der Leser. 

Auch das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) erhielt entsprechende Benachrichtigungen aus der Bevölkerung. Bei einer Inspektion gegen 11 Uhr sei die Trübung bereits nicht mehr so stark gewesen, teilte Andrea Bürki, Sprecherin der Bau- und Umweltschutzdirektion, auf Anfrage mit. Die Trübung sei zwischen dem Schild-Areal und der Gemeindegrenze zu Füllinsdorf aufgetreten.

Anschliessende Untersuchungen hätten ergeben, dass eine Baustelle am Uferrand auf der Höhe des Kantonsspitals Baselland am Ursprung der Verschmutzung stand. Weitere Informationen zu möglichen Schäden gab es vorerst keine. Das AUE werde aber die Ergolz weiter beobachten, hiess es am späten Montagnachmittag.

Die Behörden riefen dazu auf, in solchen Fällen umgehend die Polizei zu benachrichtigen, um die Verursacher einer Wasserverschmutzung möglichst rasch ausfindig machen zu können.

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