Der Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) vollzieht in Binningen eine Kehrtwende. Für die Gewerbeliegenschaft, die der Verband für rund sechs Millionen Franken erworben hatte, reichte er ein überarbeitetes Baugesuch ein. Darin verzichtet der Verband auf das einst geplante geschlechtergetrennte Internat für Jungen und Mädchen, hält jedoch an Gebetsräumen fest. An der Baslerstrasse soll dereinst ein islamisches Kulturzentrum entstehen.

Bernard Keller, Mediensprecher der Gemeinde Binningen, bestätigt gegenüber der bz entsprechende Recherchen von «Prime News». «Uns liegt ein revidiertes Baugesuch vor, welches die Gemeinde Binningen prüfen wird.» Anschliessend liege es am Kanton Baselland, das Baugesuch zu bewilligen oder abzulehnen. Binningen werde dem Kanton mitteilen, ob man an der Einsprache festhalten werde. Diese hatte die Standortgemeinde aufgrund eines ungenügenden Nutzungskonzepts und Parkplatznachweises erhoben.

Internat sorgte für Empörung

Das erste Baugesuch, das der VIKZ im vergangenen Jahr eingereicht hatte, sorgte für Unruhe. Empörung rief vor allem die Tatsache hervor, dass neben einer Moschee mit zwei Gebetsräumen im Gebäude an der Baslerstrasse auch ein Internat für Jungen und Mädchen errichtet werden sollte. Anscheinend ist der Verband mit Sitz in Zürich nun zum Schluss gekommen, ohne das umstrittene Internat grössere Chancen zu haben, eine Baubewilligung zu erhalten.