Zeugenaufruf

Schulareal und Laden in Bubendorf besprayt – es entstand ein Schaden von mehreren tausend Franken

Schulhaus Sappeten in Bubendorf (Archiv)

Schulhaus Sappeten in Bubendorf (Archiv)

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in Bubendorf, grösstenteils auf dem Schulareal Sappeten, massive Sachbeschädigungen angerichtet. Wer die Täter sind, sei nach Abgeben der Kantonspolizei Basel-Landschaft aktuell noch unklar.

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen haben die unbekannten Täter in der Nacht auf Samstag. 14. November 2020, auf dem Schulareal Sappeten und beim Coop diverse Objekte mit verschiedenen Farben besprayt. Dabei sei ein Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken entstand, teilt die Kantonspolizei Baselland am Montagmorgen mit.

Wände, Fenster und Türen des Schulhauses in Bubendorf wurden mit Beleidigungen, Beschuldigungen sowie Nazi-Parolen und -Symbolen beschmiert. Schulleiter Ueli Nick zeigt sich schockiert. Seit 11 Jahren ist er in dieser Funktion tätig, eine solche Aktion habe er aber nie erlebt. «Es war für mich ein riesiger Schock, als ich die Bilder gesehen habe.» Ein Nachbar und ein in der Nähe wohnhafter Lehrer haben Nick am Samstag über die Schmierereien informiert. Diese Fotos will er aber aus Rücksicht gegenüber den erwähnten Personen nicht mit der Presse teilen.  

Schmierereien sind nicht mehr zu sehen

Schulleiter Ueli Nick informierte den Hauswart und wandte sich an die Polizei und an den Gemeinderat. Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde eingereicht. Denn wer für den Schaden verantwortlich ist, ist unklar. Nick ist sich jedoch sehr sicher, dass es keiner der jetzigen Schüler gewesen sein kann.

«Die Sprayereien sind viel zu weit oben, als dass ein Primarschüler dafür verantwortlich sein kann. Die Person muss mindestens 1.80 Meter gross sein.» Die Option, dass ein Schüler den anderen auf die Schulter nahm, schliesse er aus. «Dafür sind die Schrift und die Zeichen viel zu präzise und in keiner Weise verwackelt», begründet Nick.

Schule hat Eltern und Kinder informiert

Am Montagmorgen seien die Schmierereien der Vandalen beseitigt worden. Trotzdem war es für den Schulleiter wichtig, die Eltern und die Kinder über die Geschehnisse zu informieren. Die Eltern erhielten eine E-Mail, in der stand, wie das Thema gegenüber den Kindern im Unterricht erwähnt wird. Im gleichen Zug erhielten die Lehrer von Ueli Nick ein Memo. «Die Lehrer haben so mit viel Vorsicht den Kindern erklärt, was Menschen zu so einer tragischen Tat bewegen kann und wie wichtig es ist, dass es bislang nur Vermutungen gibt. Grosses Gerede soll verhindert werden», so Nick.

Fragen stellen dürfen sie den Kindern nicht direkt. Man habe die Schülerinnen und Schüler aber darum gebeten, sich an Lehrpersonen oder die Eltern zu wenden, wenn sie Informationen kennen. Ueli Nick: «Darüber hinaus werden Mitarbeiter des Jugenddienst in alle 5. und 6. Klassen kommen, um über die Rechtslage einer solchen Tat zu sprechen.» Der Gemeinderat werde laut Nick morgen darüber diskutieren, ob weitere Schritte notwendig sind, um die Bevölkerung zu informieren. 

Die Polizei Basel-Landschaft sucht Zeugen

Wer Angaben zu Personen, Fahrzeugen oder Geräuschen machen kann, wird gebeten, sich telefonisch bei der Einsatzleitzentrale der Polizei in Liestal zu melden.

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