In Hofstetten ist die Debatte um das Morgengeläut noch in vollem Gang. Anwohner hatten letzten Sommer den Kirchgemeinderat gebeten, die Glocken im Kirchturm mitten im Dorf nicht mehr um 5.30 Uhr erklingen zu lassen. «An der Sitzung vom 14. August hatte der Rat entschieden, nicht generell darauf zu verzichten, sondern sich an die Zeiten einiger umliegender Gemeinden anzupassen», teilte er mit und liess ab September den Morgen erst um 7 Uhr einläuten.

Nun kommt eine neue Variante ins Spiel, nämlich der Vorschlag, durch technische Massnahmen das Läuten leiser erklingen zu lassen. Vielleicht wäre es möglich, den Klöppel, der gegen den Glockenrand schlägt, quasi in Watte einzupacken. Linus Grossheutschi, Präsident der Kirchgemeinde Hofstetten-Flüh, bestätigt auf Anfrage, dass der Kirchgemeinderat aktuell Abklärungen trifft, welche technischen Massnahmen an den Glocken möglich und sinnvoll wären.

Es sei dann aber auch eine Kostenfrage, gibt Grossheutschi zu bedenken. Noch sei offen, ob man im Kirchglockenstreit von Hofstetten eine Kompromisslösung finden werde. Bis dann läuten die Glocken in ihrem bisherigen Klang den Morgen um 5.30 Uhr ein. (bea)