Internet-Kriminalität

Phishing, Hacking, Sextortion oder Romance Scam: Cybercrime beschäftigt Baselbieter intensiv

Wie schützt man sich am besten vor Cyberkriminalität? (Symbolbild)

Wie schützt man sich am besten vor Cyberkriminalität? (Symbolbild)

Die Sicherheitsdirektion weitet ihre Kampagne mit zusätzlichen öffentlichen Veranstaltungen aus.

Das hatte die neue Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer so nicht erwartet. Das Thema Internet-Kriminalität beschäftigt die Baselbieterinnen und Baselbieter intensiv – und zwar quer durch alle Bevölkerungs- und Altersschichten. Wegen des grossen Publikumsinteresses an der laufenden Präventionskampagne «Vorsicht Cybercrime!» wird die Serie an öffentlichen Informationsveranstaltungen um zwei Stationen verlängert.

Dies gab Regierungsrätin Schweizer gestern Abend an ihrem Muttenzer «Heimspiel» in der Aula des Schulhauses Donnerbaum gleich selber bekannt. Wie zuvor in Reinach und Liestal referierte die Sicherheitsdirektorin dort zum Thema «Wie schützt man sich vor Phishing, Hacking, Sextortion oder Romance Scam?». Nun wird sie dies zwei weitere Male tun, am 20. November in Laufen und am 26. November in Sissach.

Aufklärung und Aufzeigen von problematischen Verhaltensweisen

Zweifellos werden Schweizer dabei erneut zahlreiche Fragen aus dem Publikum gestellt und Beispiele von an eigenem Leibe erfahrenen Betrugsversuchen erzählt werden. Die Aufklärung und das Aufzeigen von problematischen Verhaltensweisen in der digitalen Welt hat sich die Baselbieter Polizei als oberste Ziele für ihre vor drei Wochen gestartete Kampagne gesteckt. Statistisch nachgewiesen ist, dass die Deliktzahlen im Cybercrime-Bereich stetig ansteigen und der durch Internet-Betrug verursachte volkswirtschaftliche Schaden gross ist.

Besonders oft wurde an den bisherigen Veranstaltungen von allen Varianten des Enkeltricks und dem Vortäuschen von Liebesbeziehungen, dem Romance oder Love Scam berichtet. Auf die ersten romantischen Annäherungen in Datingchats folgen meist mehr oder weniger direkte Aufforderungen nach Geldüberweisungen. An ihrer Medienorientierung zur 100-Tage-Bilanz Mitte Oktober zeigte sich die neue Sicherheitsdirektorin beeindruckt von den vielen Erlebnisberichten von Betroffenen oder Geschädigten. Die Bekämpfung von Cybercrime als künftigen Schwerpunkt der Polizeiarbeit hat dagegen bereits ihr Amtsvorgänger Isaac Reber definiert. Demnächst vor den Landrat kommt eine Vorlage zur Aufbaufinanzierung einer Baselbieter Spezialabteilung, die sich ab 2022 aus total sechszehn Stellen bei Polizei und Staatsanwaltschaft zusammensetzen soll. Bereits jetzt im Einsatz stehen sechs Spezialisten, die zusätzliche Schulungen in diesem Bereich erfahren haben.

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