Muttenz

Die Bevölkerung will in den Hardwald: Waldsperrung wird zum Fall für den Regierungsrat

Peter Hartmann, Co-Präsident der Muttenzer Grünen reicht seinen allerersten Vorstoss als Kantonsparlamentarier ein: «Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Zugang zum Wald ist gross»

Peter Hartmann, Co-Präsident der Muttenzer Grünen reicht seinen allerersten Vorstoss als Kantonsparlamentarier ein: «Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Zugang zum Wald ist gross»

«Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Zugang zum Wald ist gross». Dieser Meinung ist Co-Präsident der Muttenzer Grünen. Er will den Hardwald wieder zugänglich machen lassen.

Hardwald Peter Hartmann ist am vergangenen Sonntag extra mit dem Velo den ganzen Hardwaldrand abgefahren, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Verdikt des Neo-Landrats aus Muttenz ist klar: Es kann nicht sein, dass auch nach Monaten noch und bei Windstille grosse Teile des beliebten Nacherholungsgebiets für die Öffentlichkeit gesperrt bleiben. Die Privatpersonen, die Hartmann antraf, hätten ihn in dieser Meinung bestätigt – ganz zu schweigen von jenen, die sich nicht an die polizeilichen Absperrungen hielten und trotzdem ihren Hund im Hardwald Gassi führten. «Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Zugang zum Wald ist gross», bilanziert der Co-Präsident der Muttenzer Grünen, weshalb er morgen seinen allerersten Vorstoss im Landrat einreicht.

Von der Baselbieter Regierung will Hartmann wissen, «welches Risiko im Wald toleriert werden kann und welche Massnahmen und allfällige Gesetzesänderungen erforderlich wären, damit die Bevölkerung in Eigenverantwortung entscheiden kann, ob sie kritische Waldabschnitte betreten soll oder nicht». Schliesslich könne man auf eigene Gefahr schwierige Bergwanderungen oder Skitouren unternehmen. Hartmann betont jedoch, dass das Haftungsrisiko nicht einseitig zuungunsten der Waldbesitzer erhöht werden dürfe. Der Regierungsrat hat ein Jahr Zeit, sein Postulat zu beantworten.

Wie lange noch der Hardwald gesperrt bleibt, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschliessend beurteilt werden, sagt die zuständige Muttenzer Gemeinderätin Doris Rutishauser auf Anfrage. Insbesondere die rechtliche Lage gestalte sich aufgrund der vielen involvierten Parteien kompliziert: «Die Gemeinde arbeitet aber mit Hochdruck an einer baldigen Lösung.»

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