Birsfelden

Birsfelden stellt Überbauung mit neuem Natur-Leitbild kalt

Birsfelden stellt ihr neues Leitbild Natur vor und verhindert damit Überbauung auf der Kraftwerksparzelle.

Birsfelden stellt ihr neues Leitbild Natur vor und verhindert damit Überbauung auf der Kraftwerksparzelle.

Am vergangenen Freitag hat die Gemeinde Birsfelden ihr neues Leitbild Natur publiziert. Und dies eine Woche nachdem raus kam, dass auf der Kraftwerksparzelle Wohnblöcke entstehen sollen.

Ob Zufall oder nicht – die Möchtegernbauherren dürfte diese Koinzidenz nicht erfreuen. Die Gemeinde Birsfelden hat am vergangenen Freitag ihr Leitbild Natur publiziert; knapp eine Woche, nachdem die «Schweiz am Wochenende» aufgedeckt hatte, dass die Baufirma Losinger Marazzi auf der noch unverbauten Kraftwerksparzelle 1550 gerne Wohnblöcke hochziehen würde.

Geht es nach der Gemeinde, bleibt das rund 40000 Quadratmeter grosse Areal grün. Im zwölfseitigen Leitbild sind 24 Zielvorgaben definiert, darunter: «Das Gebiet Birschöpfli bis Schleusenweg/Grenze Hafenzone und die Rheininsel bleiben grundsätzlich als hochwertige Natur- und Grünräume samt ihrer Lebensraumvielfalt für Tiere und Pflanzen erhalten beziehungsweise werden aufgewertet.»

Gemeinde war orientiert, aber nicht involviert

Mitten in diesem Korridor liegt die Parzelle 1550. Auf ihr befinden sich heute unter anderem Tennisplätze und Familiengärten, aber auch ein Biotop mit Magerwiesen, Trockenmauern und ein Teich. Schon mehrfach versuchte die Eigentümerin des Areals, die Kraftwerk Birsfelden AG, auf dem Landstreifen zu bauen, was jeweils auf Widerstand aus der Bevölkerung stiess.

Bei den neuen Planspielen ist jedoch Losinger Marazzi treibende Kraft. Die Berner erarbeiteten auf eigene Faust ein Entwicklungskonzept. Laut Angaben der Gemeinde war sie zwar über das Vorgehen orientiert, wurde jedoch nicht einbezogen. Losinger Marazzi favorisiert als Überbauung einen Riegel entlang der Schleuse sowie ein Hochhaus beim Birskopf. 

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