Kunstmarkt

Zu wenig Mitglieder: Der Basler Galeristen-Verein löst sich auf

Impressionen der Art Basel: In der Kunststadt gibt es zwar viele Galerien, Mitglieder bei deren Promo-Verein wurden aber rar.

Impressionen der Art Basel: In der Kunststadt gibt es zwar viele Galerien, Mitglieder bei deren Promo-Verein wurden aber rar.

Der 26 Jahre alte Promo-Verein der Basler Galerien wird mangels Mitglieder aufgelöst. Es soll aber Nachfolger geben. Der Verein gab seit 1993 vierteljährlich ein gedrucktes Bulletin heraus.

Es sei nicht so, dass in Basel ein «Galeriensterben» stattfinde, hält Walter Schelble fest: «Dabei handelt es sich um ein Phantom.» Dennoch wird nun der Verein Basler Galerien mangels Mitglieder Ende Jahr aufgelöst, der Beschluss sei gefallen. Dies habe allerdings eher damit zu tun, dass die Institution nicht mehr zeitgemäss sei.

Der 1993 von Schelble gegründete und seither geführte Verein bezweckte vor allem die Promotion der Basler Kunstgalerien, vorwiegend gedruckt mit einem eigenen Bulletin, das viermal jährlich mit einer Auflage von rund 10'000 Exemplaren erschien, sowie mit Anzeigen im Schweizerischen Kunstbulletin.

Doch hat sich in den vergangenen 26 Jahren die Szene deutlich verändert. Nicht nur haben Internet und besonders Social Media neue Möglichkeiten der Promotion von Kunstgalerien eine neue Dimension verliehen, auch haben sich die Basler Galerien seit Gründung des Vereins verändert.

Bedürfnis ist da, die Zukunft noch offen

Nicht zuletzt hat die Szene ihren Aktionsradius massgeblich verändert: Eine zunehmende Anzahl handelt vorwiegend global, andere vorwiegend lokal, so Schelble. Diese Bandbreite gelte es zu berücksichtigen. Da stelle sich durchaus die Frage, welche Art gemeinsamer Promotion nun angebracht sei. Es bestehe allerdings Einigkeit darüber, dass ein Bedürfnis nach einer gemeinsamen Plattform zur Promotion bestehe, sagt Schelble. In welcher Form allerdings, das sei offen. Entsprechend sei er guter Dinge, dass die Auflösung des Vereins noch nicht das Ende gemeinsamer Promo-Aktivitäten bedeuten müsse. Wie genau die Zukunft aussieht, sei allerdings ebenfalls noch nicht klar.

Schelble musste den Verein ohnehin verlassen. Denn eine Bedingung für die Mitgliedschaft ist, dass man eine aktive Galerie führt. Schelble jedoch zog sich kürzlich aus dem Geschäft zurück und übergab die Räumlichkeiten seiner Galerie «Graf & Schelble» an Alexander Sarasin mit seiner Firma «Sarasin Art», die nun an der Spalenvorstadt 14 residiert.

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