Corona-Virus

Wie reagieren die Basler Kunstmuseen auf die Schliessung ihrer Betriebe? Nicht alle setzen nur auf online

Gratis-Bücher vor dem Kunsthaus Baselland.

Gratis-Bücher vor dem Kunsthaus Baselland.

In den Museen und Kunsthäusern ist es gespenstisch still. Es wird lange dauern, bis wieder reale Menschen die realen Bilder, Skulpturen und Installationen betrachten. Trotzdem versuchen die Museen, mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben.

Das Kunstmuseum Basel hat diese Woche einen Blog aufgeschaltet. Darin werden die Besucher ermuntert, dem Museum auf Instagram, Twitter oder Facebook mitzuteilen, was sie auf diesen Kanälen gerne für Informationen hätten. Da gibt es Videos zu den Picasso-Harlekins oder Empfehlungen zur Zen-Meditation mit Monets Seerosen. Die Fondation Beyeler nutzt soziale Medien schon lange intensiv, um die Internet-Community an sich zu binden und wird dies auch während der Corona-Krise aufrechterhalten. Das Haus der Elektronischen Künste (HEK) wird in den kommenden Wochen Werke aus der Sammlung online präsentieren. Geplant ist auch, Künstlerinnen und Künstlern direkt Aufträge für Online-Arbeiten zu erteilen, um diese finanziell zu unterstützen.

Malwettbewerb, Gratis-Bücher und Telefondienst

Das Kunsthaus Baselland verlässt sich nicht nur auf Internet-Kanäle, sondern versucht, seine Präsenz darüber hinaus zu gewährleisten. Jeden Donnerstag lädt das Museum zwischen 10 und 12 Uhr zum Telefongespräch. Werke aus der aktuellen Ausstellung, am Vortag bereits auf der Webseite des Museums veröffentlicht, werden im Sinne einer ganz persönlichen Beratung mit den Anrufenden besprochen.

Ab kommender Woche steht jeweils von Dienstag bis Freitag ein Bücherwagen vor dem Museum in Muttenz. Kunstfans dürfen sich dort gratis Kunstbücher und Publikationen des Museums nach Hause holen. Für die Kinder, die derzeit daheim ausharren müssen, inszeniert das Museum ein «Museum der Wünsche». Kinder von fünf bis zwölf Jahren sind eingeladen, ein Museum zu entwerfen, wie sie es sich wünschen würden. Sie können den Vorschlag als Bild, Zeichnung oder auch als Text einreichen. Alle, die mitmachen, erhalten vom Museum ein kleines Geschenk zugeschickt.

Neben diesen Aktionen ist das Kunsthaus Baselland auch online präsent. Jeden Dienstag kann auf der Webseite an einer kurzen Führung durch die aktuelle Ausstellung teilgenommen werden. Am Dienstag, 24. März, überträgt das Kunsthaus ab 16 Uhr ein Gespräch zwischen der Direktorin Ines Goldbach und dem Basler Künstler Christoph Oertli. Anlässlich der aktuellen Ausstellung erscheint eine Monografie zu seinem Werk.

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