Betrüger

Vorsicht vor falschen Polizisten, mehrere versuchte Spoofing-Fälle

Rentnerinnen und Rentner sind beliebte Opfer von Betrügern. (Symbolbild/Keystone)

Rentnerinnen und Rentner sind beliebte Opfer von Betrügern. (Symbolbild/Keystone)

In den letzten Tagen gingen rund ein Dutzend Meldungen beim Notruf der Kantonspolizei ein. Die Betroffenen seien von einer «Kriminalpolizistin», einem «Polizeibeamten», einem «Kommissar» bzw. von der «Staatsanwaltschaft» aufgefordert worden, ihnen, aus Gründen der Sicherheit, Geld und Wertsachen auszuhändigen.

Die Täter nehmen neuerdings auch Bezug auf die aktuelle Notlage betreffend Coronavirus, weil sie davon ausgehen, dass ältere Menschen nun grössere Geldbeträge zu Hause aufbewahren, teilt die Polizei mit.

Wie gehen die Täter vor?

Die Täter geben sich als Polizist oder als Kriminalbeamtin aus. Die Hochdeutsch oder seit einiger Zeit auch Schweizerdeutsch sprechenden Anrufer nehmen über eine gefälschte Rufnummer eine Verbindung mit den potenziellen Opfern auf. Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, so z.B. diejenige einer Polizeiwache oder einer Behörde, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

In der Folge teilen die Betrüger mit, dass die auf Banken deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich nach Hause nehmen soll. Anschliessend werden zivile Polizeibeamte am Wohnort vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren.

Die Täter fordern ihre potenziellen Opfer wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen und dort einem «Polizisten» zu übergeben bzw. an einem unauffälligen Ort zu hinterlegen.

Zudem werden auch Personen von falschen Polizisten verängstigt, weil angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort aufbewahrte Geld zu stehlen, oder weil ein Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und bei Nichtbezahlung der Busse verhaftet werde.

So erkennen Sie einen falschen Polizisten

Die Polizei verlange nicht, dass man ihr aufgrund der aktuellen Corona-Notlage Geld übergibt. Zudem fordere sie nicht auf, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben. Ebenso wenig fordere die Polizei auf, Geld aus Gründen der Sicherheit in einen anderen Kanton bzw. ins Ausland zu bringen oder dass man ihr Geld oder Schmuck bzw. weitere Wertgegenstände aushändigt. Ausserdem verlange die Polizei kein Geld, damit man nicht verhaftet wird. Im Zweifel solle man sich lieber über den Notruf bei der echten Polizei erkundigen.

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