Grosser Rat
Velofahren lernen in der Primarschule: «Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr»

Grossrätin Sasha Mazotti (SP) findet, zwei Lektionen Velofahren pro Schuljahr reichen nicht aus für die Verkehrssicherheit der Schüller.

Nora Bader
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Es brauche mehr als zwei Lektionen für eine gute Verkehrssicherheit der Kinder. (Symbolbild)

Es brauche mehr als zwei Lektionen für eine gute Verkehrssicherheit der Kinder. (Symbolbild)

Keystone

Ein Anzug, den weitere Politiker unterzeichnen, verlangt deshalb von der Regierung zu prüfen, ob ergänzende Angebote über den freiwilligen Schulsport geschaffen werden könnten, die von Lehrpersonen und der Präventionspolizei gezielt empfohlen werden könnten.

Weiter soll geprüft werden, ob der Kanton das Erreichen dieser Kompetenz mit ergänzenden Aktionen und einem erweiterten Veloverleih unterstützen könnte, beispielsweise in Zusammenarbeit mit den Tagesstrukturen, den Robi-Spielaktionen, dem Kinderbüro oder ähnlichen Institutionen. Mazotti stellt in Frage, ob die Verkehrsprävention bei der Kantonspolizei mehr Leute und Stellenprozente für eine entsprechende Velo-Erziehung benötige und ausgebaut werden müsste?

Weiter stellt sie in Frage, ob der Versicherungsschutz der Schulkinder so angepasst werden könnte, dass sie schon vor der 6. Klasse auf der Strasse üben können. «Jeder Schüler lernet schwimmen, so soll es auch mit dem Velofahren sein», so die Antragsstellerin. Denn: «Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.» Der Grosse Rat sah das ebenfalls so und überwies den Anzug mit 73:16 Stimmen bei zwei Enthaltungen.