Konflikt
Universitätsrat kritisiert Studenten der Uni Basel

Die Studentenvertretung «Skuba» sieht die Demokratie an der Uni Basel wegen der Umgangsformen des Universitätsrates in Gefahr. Der Universitätsratkritisiert im Gegenzug die Wortwahl der Studenten.

Nadine Böni
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Unstimmigkeiten an der Uni Basel

Unstimmigkeiten an der Uni Basel

Nicole Nars-Zimmer

Die Studentische Körperschaft an der Universität Basel (Skuba) ist unzufrieden mit den Umgangsformen des Universitätsrates. Vor Ostern hatte der Rat der Studentenvertretung das neue Universitäts-Statut zur Stellungnahme vorgelegt. Die Kritik der Studenten daran ist vielfältig.
Einerseits bemängelt die Skuba das fehlende Mitspracherecht an der Erarbeitung des Statuts. Die Art und Weise, wie das Dokument zustande kam sei «intransparent» und «undemokratisch» gewesen. Andererseits kritisiert die Skuba auch den Zeitpunkt der Vorlage kurz vor Ostern. «Eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie konnte über die Osterfeiertage in keiner Weise erwartet werden», schreibt die Skuba.
Studenten stellen Forderungen
Auch mit dem Inhalt des neuen Statuts - von der Skuba als «Verfassung der Universität» bezeichnet - können sich die Studenten nicht anfreunden. Teile davon kämen einem «Freibrief par excellence» für das Rektorat gleich: «Der Arm des Rektorats wird immer länger und unkontrollierbarer.»
Joakim Rüegger, Sekretär des Universitätsrates, weist die Kritik der Studenten grösstenteils zurück. Von Demokratieabbau und unkontrollierter Machtentfaltung des Rektorats könne keine Rede sein, sagt Rüegger. «Die Mitteilung verwendet überrissene Begriffe und lässt jede Massstäblichkeit vermissen.» Das Uni-Statut sei zwar wichtig, es aber als Verfassung zu bezeichnen, sei «überhöht». Rüegger nimmt die Studenten in die Pflicht, besonders, was die Wortwahl der Mitteilung angeht. «Auch die Studenten haben Verantwortung für die verwendeten Begriffe», kritisiert er.
Zeitpunkt war ungünstig
Was den Zeitpunkt der Vorlage angeht, hat Rüegger hingegen ein offenes Ohr. Er kenne die genauen Fristen nicht, die mit der Vorlage verbunden gewesen seien. «Es ist allerdings klar, dass es genug Zeit für eine Beratung braucht, damit das Thema sorgfältig behandelt werden kann», sagt Rüegger. «Sollten tatsächlich nur die Ostertage dafür zur Verfügung gestanden haben, so wäre das nicht richtig.»