Unfallhotspot
Die Münchensteinerbrücke wird sicherer für Velofahrende – das sind die Pläne

Ein einjähriger Versuch soll zeigen, ob ein breiterer Velostreifen die Verkehrssituation auf der Münchensteinerbrücke verbessert. Velofahrende müssen somit nicht mehr die Autospur kreuzen, sondern die Autos müssen den Velos den Vortritt lassen.

Laura Pirroncello
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Auf der Münchensteinerbrücke in Basel soll der Velostreifen vergrössert werden. Dies geschehe im Zuge eines einjährigen Verkehrsversuches des Amtes für Mobilität, schreibt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement in einer Mitteilung. Die Verkehrssituation auf der Brücke und an der angrenzenden Kreuzung ist insbesondere für Velofahrende gefährlich. Der breitere Velostreifen in Fahrtrichtung Gundeldingen soll zeigen, ob sich die Situation dadurch verbessert.

Verbreitert wird der Velostreifen auf der Münchensteinerstrasse von der Lindenhofstrasse bis zur Thiersteinerallee. Auf diesem Abschnitt wird dem motorisierten Verkehr dann nur noch eine Fahrspur zur Verfügung stehen.

So verändert sich die Verkehrsfürhung auf der Münchensteinerbrücke.

So verändert sich die Verkehrsfürhung auf der Münchensteinerbrücke.

zvg/Bau- und Verkehrsdepartement

Auf diese Weise müssen Velofahrende, die in Richtung Dreispitz unterwegs sind, keine Autospur mehr überqueren. In Richtung Gundeldingen kreuzt der motorisierte Verkehr dann neu die Velospur. Dabei haben die Velos Vortritt. Dass der Verkehrsablauf so funktioniere, habe eine Verkehrssimulation gezeigt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der auf ein Jahr beschränkte Versuch des Amtes für Mobilität startet frühestens Mitte August 2021. Ein Monitoring begleitet den Versuch. Sollten unerwünschte Effekte wie Behinderungen des ÖV auftreten, kann er auch früher abgebrochen werden. Sollte der Versuchsverlauf positiv sein, soll die Verbreiterung des Velostreifens beibehalten werden. Solange bis es zu einem Umbau der Infrastruktur komme.

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