«Wir waren zuvor über 50 Jahre dabei. Der Baselworld ist es bislang nicht eingefallen, uns zu fragen, ob wir wieder bei der Messe dabei sein wollen», sagt André Bernheim, Mitbesitzer des Unternehmens, zur «SonntagsZeitung».

Bei der Messe habe Mondaine einen immer schlechteren Standort erhalten. «Es wurden aber auch andere Fehler gemacht. Die Baselworld ist nicht mit der Zeit gegangen, und die Verantwortlichen haben eine enorme Arroganz an den Tag gelegt». Es werde sich zeigen, ob es die neue Führung besser machen werde. Die Baselworld braucht es laut Bernheim aber weiterhin. Die Messe sei wichtig, um das positive Image der Schweizer Uhren in die Welt zu tragen.

Die Baselworld steckt in der Krise: Vor allem der angekündigte Rückzug von wichtigen Ausstellern, besonders der Swatch Group, hat die Zukunft der wichtigsten Messe in ihrer bisherigen Form in Frage gestellt.

Bereits 2018 hatte sich die Zahl der Aussteller an der Baselworld halbiert, weshalb auf die eigens für den Anlass gebauten Messehallen in Basel eine Wertberichtigung von mehr als 100 Millionen Franken gemacht werden musste. Und in der Rechnung 2018 werden weitere Sonderabschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe anfallen.

(mwa/sda)