Nach der Zugentgleisung vom Sonntagabend in Basel ist die Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB am Mittwochmorgen früher als erwartet wieder vollständig freigegeben worden. Allerdings wurde der Bahnverkehr auf dieser Strecke wegen einer Fahrleitungsstörung erneut beeinträchtigt.

Ereignet hat sich die Fahrleitungsstörung nach Auskunft eines SBB-Sprechers bei der Ausfahrt von Basel SBB in Richtung Badischer Bahnhof. Einen Zusammenhang mit der Entgleisung vom Sonntag schliessen die SBB jedoch aus.

Die nach der Entgleisung eines deutschen ICE seit Sonntagabend gesperrte Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und Basel SBB konnte am Mittwoch ab Betriebsbeginn wieder vollständig freigegeben werden. Ursprünglich war vorgesehen, den Bahnbetrieb am Mittwoch zunächst auf dem einen und Donnerstag dann auch auf dem anderen Gleis wieder aufzunehmen.

Nach Auskunft der SBB konnten die Reparaturarbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden. Wegen der Entgleisung mussten mehrere hundert Meter Gleisanlagen und die Sicherungseinrichtungen repariert werden.

Zugentgleisung in Basel

Aus noch unbekannten Gründen auf Abwege geraten war ein deutscher ICE aus Berlin, der nach Interlaken unterwegs war: Dessen Triebkopf und ein Wagen sprangen am Sonntagabend um 20.50 Uhr auf der Höhe des Bethesda-Spitals aus den Schienen. Rund 240 Fahrgäste waren zum Unfallzeitpunkt nach Angaben der DB an Bord des Zuges. Diese seien durch die Schweizer Feuerwehr aus dem Zug evakuiert worden. Verletzt wurde laut SBB niemand.

Das Malheur war passiert, als am Sonntag um 20.50 Uhr nach dem Befahren der Eisenbahnbrücke über den Rhein ein ICE aus Berlin nach einer Weiche plötzlich zweigleisig weiterfuhr: der Triebkopf auf dem rechten Gleis und der Rest auf dem linken. Jener Streckenabschnitt liegt direkt neben der viel befahrenen Autobahn A2 aus Deutschland.

Quer bis vor Betonmauer

Als der ICE mit rund 240 Passagieren nach über 800 Metern zum Stillstand kam, war der zwischen Lok und Zugrest quer über den Schotter mitgeschleppte erste Wagen nur noch zwanzig Meter von einer Trennwand in einem Tunnel entfernt. Ein SBB-Einsatzleiter sprach am Montag vor den Medien denn auch von viel "Glück im Unglück".

Seit Montag fuhren stündliche Shuttlezüge zwischen jenen beiden Basler Bahnhöfen, mit einer Spitzkehre im nahen Rangierbahnhof. Umsteigepassagiere können neben dem Shuttle auch das so kaum langsamere Tram 2 durch die Stadt nehmen.

Die meisten Züge, die normalerweise zwischen der Schweiz und Deutschland durchfahren, fielen wegen der Entgleisung aus. Einzelne Züge indes liess die Deutsche Bahn ausnahmsweise ohne Halt am Bahnhof SBB nach Italien und Zürich respektive zurückfahren.

Zur Unfallursache liegen noch keinen Angaben vor. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) als unabhängige Bundesstelle ist für diese Untersuchung zuständig. Zur letzten Entgleisung in Basel von 2017 - ebenfalls eines ICE - ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen.

Zugentgleisung in Basel: War es eine Weiche?

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Das sagt SBB-Mediensprecher Raffael Hirt zu dieser These. (18.2.2019)