Basel/Weil am Rhein
Schweizer fuhr mit Sturmgewehr über Grenze und muss jetzt zahlen

Ein 24-jähriger Schweizer ist von einem deutschen Schöffengericht zu einer Strafe von 8100 Euro verurteilt worden, weil er mit seinem Sturmgewehr über die Grenze nach Deutschland gefahren ist, berichtet die «Badische Zeitung». Der 24-jährige Zimmermann war im Oktober 2014 mit zwei Freunden aus dem Kanton St. Gallen in den Europa-Park gefahren.

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Der Mann hatte offenbar vergessen, dass er sein Sturmgewehr dabei hatte, als er über die Grenze fuhr. (Symbolbild)

Der Mann hatte offenbar vergessen, dass er sein Sturmgewehr dabei hatte, als er über die Grenze fuhr. (Symbolbild)

Keystone

Das Gewehr hatte er nach dem Feldschiessen in eine Wolldecke gewickelt, in den Kofferraum gelegt und dort vergessen. Den Verschluss baute er aus, wickelte ihn in ein Zimmermann-Taschentuch und verstaute es in der Mittelkonsole des Auto. Als er aus dem Europa-Park zurück kam, wurde er vom deutschen Zoll am Autobahnzoll Weil/Basel kontrolliert. Das Gericht ging von einer fahrlässigen Tat aus, da nicht zu widerlegen sei, dass er die Waffe vergessen hatte. Die Geldstrafe wurde zu 90 Tagessätzen à 90 Euro ausgesetzt, also insgesamt 8100 Euro.

Laut «Badische Zeitung» sagte der Richter, es gebe keine Anhaltspunkte, dass es sich um einen Waffennarr handle. Der Mann leistet inzwischen Zivildienst und arbeitet bei einem Bergbauern auf der Alb. (psc)

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