Interpellation
Schluss mit Gewalt: Basler SP fordert mehr Sicherheit für LGBTIQ+-Personen

Die sexuelle Orientierung eines einzelnen sollte kein Thema mehr sein, trotzdem leidet die LGBTIQ+-Community in Basel immer noch unter Diskriminierung und Gewalt. Seit Jahren versucht die SP neue Gesetze durchzusetzen, damit eben diese Personen keine Angst mehr haben müssen. Die Antwort lässt auf sich warten.

Deborah Gonzalez
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LGBTIQ+-Personen leiden unter Diskriminierung wegen ihrer sexuellen Orientierung. Die Basler SP fordert deshalb mehr Sicherheit für die Community.

LGBTIQ+-Personen leiden unter Diskriminierung wegen ihrer sexuellen Orientierung. Die Basler SP fordert deshalb mehr Sicherheit für die Community.

Keystone/ZUMA Wire/Bryan Smith

Nachdem kürzlich ein schwules Paar in einer Basler Bar angegriffen wurde (die bz berichtete), fordert die Politik nun mehr Sicherheit für LGBTIQ+-Personen. In der dazugehörigen Interpellation der SP-Grossrätin Nicole Amacher heisst es, dass diese Gruppen von Personen wegen ihrer sexuellen Orientierung noch immer Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt seien.

Ausserdem soll auch bei der örtlichen Polizei Sensibilisierungsbedarf herrschen. Kantone wie Fribourg und Zürich bieten bereits polizeiliche Schulungen in diese Richtung an. Schon letztes Jahr hat SP-Grossrätin Sarah Wyss eine solche Schulung zusammen mit einer kantonalen statistischen Erfassung von LGBTIQ+-feindlichen Hassverbrechen, gefordert. Laut Interpellation wird mit der Bearbeitung jedoch noch gewartet, bis der Bundesrat ein Postulat von Nationalrat Mathias Reynard beantwortet.

Als unverständlich deklariert Amacher dieses Zuwarten. Ausserdem prangert sie an, dass das Thema um die Sicherheit der LGBTIQ+-Personen in der hiesigen Politik keine Priorität sei. Die kürzliche Attacke in der «Joggeli-Lounge» stehe exemplarisch dafür.