Zwischennutzung
Neues Leben erobert den Basler Klybeckquai – mit reichlich Verspätung

Am Basler Klybeckquai werden heute Abend die ersten Zwischennutzungsprojekte eingeweiht: Das Projekt Marina eröffnet nämlich nach längeren Verzögerungen seine Hafenbar in gemütlichem Ambiente.

Jasmin Grasser
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Im Basler Klybeckquai werden heute Abend die ersten Zwischennutzungsprojekte eingeweiht
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Das Projekt Marina eröffnet heute seine Hafenbar auf dem Klybeckquai.
Das Projekt Marina eröffnet heute seine Hafenbar auf dem Klybeckquai.
Das Projekt Marina eröffnet heute seine Hafenbar auf dem Klybeckquai.
Das Projekt Marina eröffnet heute seine Hafenbar auf dem Klybeckquai.

Im Basler Klybeckquai werden heute Abend die ersten Zwischennutzungsprojekte eingeweiht

Juri Junkov

Das Projekt Marina eröffnet heute seine Hafenbar auf dem Klybeckquai. Die Organisatoren der anderen Zwischennutzungsprojekte feiern auf der ehemaligen Esso-Parzelle mit. Die beiden Container-Projekte von Frame und des Vereins Neubasel sind platziert und starten Ende August erste Kulturprojekte und Workshops. Im Aufbau ist der Skatepark Port Land, der von denselben Verantwortlichen wie derjenige auf dem NT-Areal betrieben wird. Die Eröffnung findet voraussichtlich im September statt. Die verschiedenen Projekte bieten heute Abend Verpflegung und Unterhaltung an.

Die Zwischennutzung auf dem Klybeckquai, wo in Zukunft ein Wohnquartier entstehen soll, wurde öffentlich ausgeschrieben. Auf den Aufruf der Stadt Basel und der Schweizer Rheinhäfen meldeten sich 60 Projekte, sieben wurden ausgewählt. Sie haben sich unter einer Interessengemeinschaft mit dem Arbeitstitel IG Zwischennutzung Klybeckquai (IG ZK) vereint.

Während die Marina Sommerbar bereits letzten Herbst am Ufer Gäste bewirtschaftete, stehen die Projekte Landestelle, Perron 4 und Panama dem Rückbau des Migroltanklager im Weg. Der Rückbau wird erst Ende Jahr abgeschlossen sein. Die drei Projekte eröffnen deswegen erst nächstes Jahr, wie die «Basler Zeitung» berichtete.

Freiräume bleiben ein Thema

Fabian Müller, Sprecher der IG ZK wird oft auf das NT-Areal, angesprochen. Der Abschnitt hinter dem Musicaltheater war eine der populärsten Zwischennutzungen in Basel, die dieses Jahr zu Ende geht. «Wir werden sicher nicht im nächsten Sommer die Partymeile von Basel», sagt Müller. Obwohl die Anwohnerschaft nicht in unmittelbarer Nähe sei, sind Lärm und Sicherheit ein Thema: der Schifffahrtstouristen und Lastwagenfahrer übernachten auf dem Areal und es gibt Brandschutzbestimmungen für die Tanker-Schiffe. «Im Moment gleichen wir dem NT-Areal, wie es in der Gründerzeit bestanden hat», stellt er klar. Eine kollegiale Zusammenarbeit unter den Projekten stellt ein Hauptinteresse der IG ZK dar. Die Projekte haben durch einzelne Vorverträge eine Bewilligung bis Januar 2013, anschliessend verwaltet und organisiert die Trägerschaft durch einen Rahmenvertrag die Flächen.

Das Thema temporäre Nutzung von öffentlichen Plätzen wird die Stadt weiter beschäftigen. «Basel wird sich in den nächsten Jahren verändern», prophezeit Fabian Müller. Er schätzt die Möglichkeit der grenzüberschreitenden Zwischennutzung als realistisch ein, gibt aber auch zu bedenken, dass Elsässer und Süddeutsche selber aktiv werden müssten, damit solche Projekte realisiert werden können.