Verkehr
Neue Velostreifen sollen den Dreispitz sicherer machen

Der Dreispitzknoten in Basel soll für rund 12 Millionen Franken erneuert werden. Im Zuge der Arbeiten will die Regierung die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen. Profitieren sollen mit durchgehenden Radwegen insbesondere Velofahrerinnen und -fahrer.

Silvana Schreier
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Der Dreispitzknoten in Basel soll erneuert worden. Profitieren sollen insbesondere auch die Velofahrer.

Der Dreispitzknoten in Basel soll erneuert worden. Profitieren sollen insbesondere auch die Velofahrer.

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Derzeit enden die von Baselland her in Richtung Basel führenden Velostreifen beim Dreispitzknoten abrupt an der Kantonsgrenze, wie die Regierung in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. In Zukunft sollen Velostreifen beidseits der Münchensteinerstrasse ohne Unterbruch durchgehend über die Kreuzung führen.

Von der Entflechtung des Auto- und des Veloverkehrs versprechen sich die Verantwortlichen eine markante Erhöhung der Verkehrssicherheit. Allerdings braucht es für die Velostreifen mehr Platz, weshalb die Trottoirs näher an die anliegenden Liegenschaften rücken müssen. Mit den betroffenen Grundbesitzern sollen entsprechende «Dienstbarkeiten» abgeschlossen werden, wie es im Communiqué heisst.

Für den motorisierten Verkehr sollen alle Fahrspuren bestehen bleiben. Vorgesehen ist eine neue separate Rechtsabbiegespur, die aus Richtung Wolfsgottesacker von der Münchensteinerstrasse in die Dornacherstrasse führt.

Acht Bäume werden gefällt, sechszehn gepflanzt

Verbessert werden die Verhältnisse im Bereich der ÖV-Haltestelle Dreispitz auch für die Menschen, die zu Fuss unterwegs sind und Tram und Bus benutzen. Überdies werden entlang der Münchensteinerstrasse 16 neue Bäume gepflanzt. Die Hälfte davon ersetzt bestehende Bäume.

Die Kosten für die Erneuerung des Dreispitzknoten zwischen Dornacherstrasse und Wienstrasse sind auf 12,3 Millionen Franken veranschlagt. Realisiert wird das Projekt nach Zustimmung durch den Grossen Rat frühestens ab 2023. Ausgeführt werden die Arbeiten im Zuge der Erneuerung von Strassenbelag und Tramgeleisen sowie von Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Die Kosten für die Leitungssanierungen durch die Industriellen Werke Basel (IWB) sind in den 12,3 Millionen Franken nicht enthalten.

Als im Februar 2020 die Verkehrsinitiative des Gewerbeverbandes abgelehnt wurde, kam bereits die Forderung auf, die innerstädtischen Velowege auszubauen. In dieser Diskussion wurde gerade die Verbindung zwischen Dreispitz und etwa Kleinhüningen genannt, die weiterhin für Velofahrende schwierig zu bewältigen sei.