Indie-Pop

Mehr als nur Gute-Laune-Musik: Der Sänger singt seine Last in die Welt hinaus

Quintessenz - Offshore

Quintessenz - Offshore

Quintessenz' first official music video for "Offshore"

«Ellipsis» heisst die neue CD der Basler Band Quintessenz. Sie wird am Freitag im Basler Sommercasino getauft.

Die Basler Indie-Band Quintessenz veröffentlicht am kommenden Freitag eine neue Platte. «Ellipsis» soll sie heissen und insgesamt sieben Stücke enthalten. Die Band besteht aus vier jungen Musikern: Andrin Haag ist Leadsänger, spielt Keyboard und Perkussionsinstrumente, Colin Lanz spielt manchmal Gitarre, manchmal Keyboard und manchmal Schlagzeug, Yannick Bellotto spielt Bass und Akustikgitarre. Ein weiteres Element im Sound von Quintessenz ist ein untypisches für eine Indie-Band. Allan Loew spielt nämlich Saxophon.

Die Band wurde vor zwei Jahren von Colin Lanz und Allan Loew gegründet. «Wir haben schon vorher zusammen Musik gemacht», sagen die beiden. Wenig später fanden dann auch die restlichen Musiker in die Gruppe. «Die erste Zeit verbrachten wir sehr oft im Proberaum», erzählen die Musiker. Hier habe man versucht, neue Songs zu schreiben und einen möglichst eigenen Stil zu finden.

Melancholie und Hoffnung

Dieser drückt sich in verschiedenen Komponenten aus. Hört man sich den Song «Balloon» an, der auf der neuen CD enthalten ist, klingt einem eine warme Piano-Harmonie entgegen. Die Melodie tönt wie eine wohldosierte Mischung aus Melancholie und Hoffnung, und sie schafft es, Spannung aufzubauen. Ein paar Takte später setzt dann der volle Sound ein: Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen hinzu und verleihen dem Song eine typische Indie-Pop-Note.

Dennoch ist die Musik von Quintessenz nicht einfach nur Gute-Laune-Musik. Vielmehr schafft es der Gesang Andrin Haags, den Songs eine gewisse traurige, nachdenkliche Note zu verleihen. Im Song «Balloon» wechseln sich schnelle, rhythmische Parts mit solchen ab, die sich in sphärischen Klängen zu verlieren scheinen.

Hört man sich das Stück «Offshore» an, das ebenfalls auf der neuen Platte zu finden sein wird, ist dieser typische Indie-Rock-Beat, dieser schnelle und treibende Schlagzeuggroove nicht zu finden. Vielmehr ertönt ein minimales Pianoriff, der klare, einfühlsame Gesang Haags setzt ein.

Die Band weiss zu überraschen: Zusammen mit der Gitarre legt ein Cello einen breiten Klangteppich für die kommende Strophe. Im Refrain von «Offshore» kommt es zu einem gesanglichen Ausbruch. Es scheint, als würde sich der Sänger von grossen Lasten befreien, indem er in die Welt hinaussingt. Der Sound bleibt vergleichsweise minimal, hier und da einige füllende Gitarrenriffs, der Schlagzeuggroove wird aber dennoch zentraler.

Insgesamt ist «Offshore» eine Art musikalischer Steigerungslauf. Die Soundkulisse wird zunehmend voller und reicher an Details, der Gesang kommt jeweils im Refrain zum Höhepunkt. Äusserst sehenswert ist auch das Musikvideo, das Quintessenz zu «Offshore» gedreht haben. Mit schönen Landschaftskulissen unterstreicht es den Song optimal, ohne von der Musik abzulenken. Es ist das erste Musikvideo, das die junge Band gedreht hat.

Ellipsis Das neue Album von Quintessenz wird am Karfreitag, 14. April, im Sommercasino getauft. Quintessenz treten an diesem Anlass live auf; sie werden musikalisch unterstützt von den Formationen «Das Pferd» und Emilia Anastazja. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

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