Jahresbericht
Uni Basel übersteht das Corona-Jahr ohne finanzielle Probleme

Die Universität Basel schliesst das Corona-Jahr ohne rote Zahlen ab. Obwohl Kosten zur Krisenbewältigung und für Schutzkonzepte dazu kamen, konnte in anderen Bereichen Geld eingespart werden.

Laura Pirroncello
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Trotz Corona erwirtschaftet die Universität Basel 2020 einen Überschuss von 0,2 Millionen Franken.

Trotz Corona erwirtschaftet die Universität Basel 2020 einen Überschuss von 0,2 Millionen Franken.

Kenneth Nars

Die Universität Basel schliesst ihre Rechnung 2020 mit einem Überschuss von 0,2 Millionen Franken ab. Nach Angaben der Universität wurden 2020 insgesamt 767,7 Millionen Franken aufgewendet. Dem stehen 767,9 Millionen Franken Ertrag gegenüber. Im Vorjahr lag der Gesamtaufwand bei 776,4 Millionen Franken und der Ertrag bei 776,5 Millionen Franken.

Die vorgesehenen und jährlich wiederkehrenden Einsparungen in der Höhe von 3,1 Millionen Franken konnten realisiert werden, heisst es in der Mitteilung der Uni weiter.

Weniger Reisen, dafür zusätzliche Raum-Mieten

Auf das Rechnungsjahr 2020 hatte auch die Corona-Krise einen Einfluss. Gerade bei Reisen musste deutlich weniger Geld aufgewendet werden, als in anderen Jahren. Allerdings fielen Kosten an für den Kauf von Masken und Hygienemittel. Dazu kamen gemäss Mitteilung Investitionen in hybride Unterrichtsformen sowie Koste für die Anmietung von Räumen für die Präsenzprüfungen.

Drittmittel machen einen Viertel des Ertrags aus

2020 seien die Erträge bei den Drittmitteln gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen, schreibt die Universität. Dazu zählen Gelder aus Projektzusprachen des Schweizerischen Nationalfonds und internationalen Forschungsprogrammen sowie aus speziellen Bundesprogrammen und anderen zweckgebundenen Forschungszusprachen. Auch Geld von privaten Dritten zählen dazu. Insgesamt stammen 194 Millionen Franken (oder 25,3 Prozent) aus diesen Drittmitteln.

Der Höchststand aus dem Jahr 2019 sei damit nochmals um 6,9 Millionen Franken übertroffen worden. 61 Millionen dieser Drittmittel entfallen auf Gebühren, Dienstleistungen und Vermögenserträge.

Vom Gesamtertrag von 767,9 Millionen Franken wurden 339,9 Millionen Franken (44,3 Prozent) von den Trägerkantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft finanziert. Vom Bund waren es 94,6 Millionen Franken (12,3 Prozent) und von den Kantonen, die Studierende nach Basel schicken, waren es 78,4 Millionen Franken (10,2 Prozent).

Neuer Direktor für den Bereich Infrastruktur und Betrieb

In einer weiteren Mitteilung schreibt die Uni Basel, dass der Universitätsrat Dr. Rolf Borner zum Direktor für die neue Direktion Infrastruktur und Betrieb ernannt wurde. Ausserdem wurde Prof. Dr. Sarah Lein vom Universitätsrat zur Full Professorin befördert. Weiter wurden fünf Titularprofessuren bestätigt.