Basel
Grossratskommission jetzt doch für Beiträge ans Sportmuseum

Die Bildungs- und Kulturkommission des Basler Grossen Rats ist jetzt doch für Betriebsbeiträge ans Sportmuseum Schweiz von jährlich 150'000 Franken für 2010 bis 2012. Noch im Februar hatte sie diese Beiträge einstimmig abgelehnt.

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Das neue Domizil des Sportmuseums am Dreispitz steht fest.

Das neue Domizil des Sportmuseums am Dreispitz steht fest.

Nicole Nars-Zimmer

Grund der Ablehnung waren zahlreiche offene Fragen, Unklarheiten und Kritik in Bezug auf die Verwendung der Gelder gewesen, wie aus dem damaligen Kommissionsbericht hervorging. Das Nein habe indes zu «heftigen Reaktionen und einer Stellungnahme des Sportmuseums» geführt, heisst es nun in einem am Freitag vorgelegten erneuten Bericht.

Der Stellungnahme des Museums seien zusätzliche Informationen zu entnehmen gewesen. Ausserdem seien «bedeutsame Beschlüsse und Erläuterungen» erst nach Vorliegen des ersten Berichts zustande gekommen. Die Kommission sei deshalb auf ihren ersten Antrag zurückgekommen.

Allerdings sei die Kommission erstaunt, dass sich das Sportmuseum erst so spät und nicht schon beim Ausgabenbericht der Regierung gemeldet hatte, schreibt sie weiter. Mit den neuen Informationen würden nun aber die künftige Struktur des Museums mit einem «Begehlager» und die Finanzierung stärker fassbar.

An Beiträge aus Baselland knüpfen

Wie inzwischen klar sei, soll dieses Lager im Dreispitzareal unmittelbar an der Kantonsgrenze, aber auf Baselbieter Seite, eingerichtet werden. Büros und Sitz bleiben derweil in Basel, die bisherigen Standorte Birsfelden BL und Missionsstrasse in Basel sollen aber auf Anfang Juni aufgelöst werden.

Die Kommission stimmte nun den Beiträgen mit 5 zu 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen zu. Als «Zeichen hinsichtlich der durch die Institution selbst angestrebten bikantonalen Einbettung und Finanzierung» beantragt sie indes, die baselstädtischen Beiträge von identischen Beiträgen des Kantons Baselland abhängig zu machen.

In ihrem ersten Bericht hatte die Kommission Kritik unter anderem an der mangelnden Vergleichbarkeit mit andern Museen geübt, da etwa ein Grundbetrieb mit Öffnungszeiten fehle. Unklarheiten monierte sie auch bei der Finanzierung des «Begehlagers», den Besucherzahlen oder der Auslagerung des Personals an eine Betriebsagentur.

Sie anerkenne zwar die Arbeit des Sportmuseums, und das Ausbleiben der Beiträge könnten diesem existenzielle Probleme verursachen, hatte sie damals festgehalten. Doch sei sie auch dem Souverän verpflichtet, Subventionen nur dann zu beantragen, wenn sie überzeugt sei, dass die öffentlichen Gelder planvoll investiert würden. (rsn)

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