Alarm

Fehlalarm bei Basler Sirenen: Was Sie zum grossen Schreck vom Montagmorgen wissen müssen

Der Sirenenfehlalarm wurde sogar angekündigt – eine Minute, bevor die Sirenen losheulten.

Der Sirenenfehlalarm wurde sogar angekündigt – eine Minute, bevor die Sirenen losheulten.

Am Montagmorgen schreckte um 9 Uhr ein Sirenen-Alarm die Basler Bevölkerung auf. Der Fehlalarm ging auf eine Fehlmanipulation zurück, bei den Behörden drückte jemand also quasi den falschen Knopf.

1. Was war das für ein kurioser Sirenentest?

Dieser Sirenentest am Montagmorgen war für die Basler Bevölkerung aussergewöhnlich, für die Behörden aber – abgesehen vom Losgehen der Sirenen – eigentlich normal. Denn diese «stillen» Sirenentests werden regelmässig durchgeführt. Es handelt sich um Tests und Übungen der Behörden, um zu testen, ob Infrastruktur und Dispositiv einsatzfähig sind. Dieser «stille» Test war auf der Alarmierungs-App Alertswiss als wöchentlicher Test ausgezeichnet.

2. Wer löste den Alarm aus?

Es war eine «Fehlmanipulation», wie Polizeisprecher Martin Schütz noch am gleichen Morgen auf Anfrage sagte. Umgangssprachlich könnte man also sagen, jemand hat den falschen Knopf gedrückt, was aber so nicht stimmt, da es sich um eine andere Form der Eingabe handelt. Jedenfalls wurde wegen des Fehlers ein lauter Alarm ausgelöst.

3. Warum wurde per App Alertswiss sogar vorgewarnt?

Das hat mit der Fehlmanipulation zu tun. Wird der scharfe Alarm eingeleitet, so wird via Meldedispositiv automatisch eine Push-Nachricht via die App ausgelöst. Das heisst, wer die Behörden-App aktiviert hat, der wurde auch vorgewarnt. 

4. Wieso erklang der Alarm gleich zweimal statt nur einmal?

Ist der Alarm einmal eingeleitet, ob richtig oder falsch, so kann er nicht abgewürgt werden. So ging die Push-Meldung raus, deshalb ging die Sirene zweimal los. Das irritierte die Bevölkerung umso mehr, im Hinterhof an der Inneren Margarethenstrasse streckten erschrockene Rentnerinnen den Kopf aus dem Fenster, andere Leute meldeten, dass sie sich gerade im Zoo oder in der Stadt befanden und nicht genau wussten, wie zu reagieren wäre. Immerhin war nach jeweils knapp einer Minute wieder Ruhe.

5. Was tun im Fall eines Sirenenalarms?

Ruhe bewahren und das Radio einschalten. Oder, wie im Fall der bz, die bereits beim ersten Alarm eine Push-Meldung absetzte, Online-Medien konsultieren. Anrufe auf der Einsatzzentrale bringen in solchen Fällen nichts, denn wie der Polizeisprecher sagt, müssen die Leitungen der Zentrale für echte Notrufe freigehalten werden. Es empfiehlt sich zudem, die App Alertswiss aufs Handy zu laden (für iOS und Android). Basel-Stadt gehört zu jenen Kantonen, die aktiv wertvolle Informationen zusätzlich über diesen Kanal teilen, zum Beispiel Ereignisse mit grösseren Auswirkungen oder auch Verhaltenshinweise wie etwa bei Grossbränden, Unfällen oder aktuell der Waldbrandgefahr.

Meistgesehen

Artboard 1