Farben dieser Stadt
Zum Start der neuen bz-Serie: Stadtgeschichte mal anders

Mit der Serie «Die Farben dieser Stadt» wagt die bz ein journalistisches Experiment. Entlang einer fiktiven Biografie soll ein Einblick in das Basel der vergangenen hundert Jahre gegeben werden.

Jonas Hoskyn
Jonas Hoskyn
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Die Serie erzählt Basler Stadtgeschichte entlang der fiktiven Biografie von Max Streuli.

Die Serie erzählt Basler Stadtgeschichte entlang der fiktiven Biografie von Max Streuli.

Raphael Gschwind

Liebe Leserinnen und Leser

Was Sie vor sich haben, ist ein journalistisches Experiment – der Versuch, Zeitungsmachen, Geschichtsschreibung, Literatur und Grafik zu verbinden. Entstanden aus einer Schnapsidee wurde das Projekt im vergangenen Jahr immer greifbarer und mündete schliesslich in dieser zehnteiligen Serie «Die Farben dieser Stadt» zum Leben von Max Streuli. In jeder Folge blickt dieser auf ein Jahrzehnt seines langen Lebens zurück. Tobias Ehrenbold, von Haus aus Historiker, hat das Leben von Max mit grossem Aufwand und viel Liebe zum Detail zu Papier gebracht. Der Zeichner Raphael Gschwind ergänzt die Geschichte mit zurückhaltenden, aber umso passenderen Illustrationen. Die Folgen erscheinen jeweils am Montag und Mittwoch.

Unser fiktiver Protagonist feierte diesen Sommer seinen hundertsten Geburtstag. Entlang seiner Erinnerung möchten wir einen Einblick in die Entwicklung von Basel in den vergangenen hundert Jahren geben. Zu Beginn des Projekts sprachen wir scherzhaft vom Basler Forrest Gump, in Anspielung auf die bekannte Film-Figur, die gutgläubig durch die Weltgeschichte stolperte.

Die Köpfe hinter der Serie «Die Farben dieser Stadt»: Tobias Ehrebold (l.), Historiker und Autor, Raphael Gschwind (M.) Illustrator und Jonas Hoskyn (Redaktion).

Die Köpfe hinter der Serie «Die Farben dieser Stadt»: Tobias Ehrebold (l.), Historiker und Autor, Raphael Gschwind (M.) Illustrator und Jonas Hoskyn (Redaktion).

Nicole Nars-Zimmer

Dabei ging es allerdings weniger darum, Max Streuli zum unbekannten Helden zu stilisieren. Vielmehr hat dieser ein Leben gelebt, wie es sie in Basel zu Hunderten gegeben hat. In Armut aufgewachsen arbeitet er sich als Laborant in der Chemie in den bürgerlichen Mittelstand hoch und erlebt, wie sich die Branche und die Stadt auf dem Weg in die Moderne wandelt.

Der Fokus der Serie liegt dabei weniger auf einer chronologischen Geschichtsschreibung der Stadt Basel. Dafür gibt es deutlich besser geeignete Gefässe. Das Ziel war, die Stadt und ihre Menschen spürbar zu machen. Man soll das noch fast bäuerliche Kleinhüningen des frühen 20. Jahrhunderts und die Anfänge der chemischen Industrie riechen, die Aufbruchsstimmung der 80er-Jugendbewegung nachvollziehen und sich an die Euphorie in der ersten Champions-League-Saison erinnern können. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, dass die Serie historisch korrekt ist. Folgerichtig wurde die Serie auch von einem Historiker verfasst.

Für alle Geschichtsinteressierten bieten wir auf unserer Homepage www.bzbasel.ch/farbendieserstadt Hintergrundmaterial zu den jeweiligen Folgen. Zu finden ist historisches Bild- und Videomaterial, Quellen- und Literaturangaben sowie ein Podcast, in dem die Macher der Serie über die einzelnen Episoden diskutieren.

Wir hoffen, es gefällt.

Als eine Art «Amuse Bouche» ist der erste Teil der Serie «Die Farben dieser Stadt» für alle Leserinnen und Leser kostenfrei verfügbar. Die folgenden Teile sind jeweils exklusiv für Personen, die über ein bz-Abo verfügen.

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