Hello-Grounding
Ex-Finanzchef von Hello wehrt sich gegen die schweren Vorwürfe

Die Hello-Leitung macht den ehemaligen Finanzchef für das Grounding der Airline verantwortlich. Dieser nimmt nun erstmals Stellung zu den schweren Vorwürfen – und weist sie weit von sich.

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Die Hello-Flieger bleiben vorerst am Boden. Jetzt wehrt sich der Finanzchef.

Die Hello-Flieger bleiben vorerst am Boden. Jetzt wehrt sich der Finanzchef.

Keystone

Die Worte in der Medienmitteilung von Anfang Woche waren deutlich: Der ehemalige Finanzchef von Hello habe die Geschäftszahlen gefälscht. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat seien deshalb überzeugt gewesen, dass Hello über genügend Liquidität verfüge.

Beschuldigter schaltet Anwalt ein

Nun nimmt erstmals der angeblich fehlbare Finanzchef Stellung zu den Vorwürfen. Der «Basler Zeitung» (BaZ) teilt er schriftlich mit, dass er «den Vorwurf der betrügerischen Machenschaften, inklusive der persönlichen Bereicherung, mit aller Entschiedenheit von mir weise». Zu den «schwerwiegenden und pauschalen Anschuldigungen» gegenüber seiner Person will er dagegen keine Auskunft geben. Er behalte sich rechtliche Schritte gegen Hello vor und werde die Anschuldigungen mit Unterstützung seines Anwalts analysieren, schreibt die BaZ.

Hello-Unternehmenschef Robert Somers gibt – mit der Reaktion des Finanzchefs konfrontiert – zu Protokoll, dass er nie davon gesprochen habe, dass sich der Finanzchef persönlich bereichern wollte. Die Motivation kenne er nicht, sagt er in der BaZ. «Tatsache ist aber, dass der Mitarbeiter die Zahlen gefälscht hat.»