Erweiterungsbau
«Ein Meilenstein für das Claraspital» – Peter Eichenberger ist zufrieden mit dem Neubau

Der 120-Milionen-Erweiterungsbau wird dieser Tage in Betrieb genommen. Dies sehr zur Freude von Direktor Peter Eichenberger.

Patrick Marcolli
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Claraspital
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Schlicht und zurückhaltend: der Neubau von aussen.
Der Claraspital-Direktor Peter Eichenberger.

Claraspital

Zur Verfügung gestellt

Ein Spital ist ein Spital. Oder eben doch nicht ganz? Der Ersatzneubau Hirzbrunnen des Basler Claraspitals wirkt von aussen zurückhaltend und funktional; wie ein Spital eben. Für Claraspital-Direktor Peter Eichenberger entspricht diese architektonische Bescheidenheit aber ebenso dem bürgerlichen Hirzbrunnen-Quartier, in dem sich das Spital befindet, sowie der inneren Haltung dieses Gesundheitsunternehmens, dem er vorsteht. Eine «willkommenheissende, angenehme Atmosphäre» soll der neue Trakt verströmen, sagt Eichenberger.

Hell und frisch, aber nicht «first-class-chic»

Tatsächlich zeigt ein Rundgang durch die Räume, dass viel Wert auf Farbe, Luft und Licht gelegt wurde. Patientinnen und Patienten können aus ihren Zimmern mit den raumhohen Fenstern direkt auf die grossen, alten Bäume des Spitalparks blicken. Wände und sogar Decken zieren farbenfrohe Bilder, hin und wieder findet sich dazu ein lebensweisheitlicher Sinnspruch, der zugleich Trost spenden und die Philosophie des Spitals herüberbringen soll. Das alles kommt frisch und modern daher, ohne auf anbiedernde Gastlichkeit oder auf first-class-chic wie in Luxus-Privatkliniken oder Spitalhotels zu machen.

Die Grundsteinlegung für den Ersatzneubau erfolgte vor rund zweieinhalb Jahren. Nun, nach einer coronabedingten Verzögerung, haben die einzelnen Abteilungen mit dem Bezug ihrer Räumlichkeiten begonnen oder sind dort bereits an der Arbeit. 110 Millionen Franken hat der Bau gekostet, rund 10 Millionen Franken mussten zusätzlich für das technische Equipment aufgewendet werden. Laut Eichenberger habe das Spital das Projekt mehrheitlich aus Eigenmitteln finanzieren können.
Dem Neubau zugrunde liegt ein Masterplan zur Erweiterung und Erneuerung des Spitalperimeters aus dem Jahr 2005. Eichenberger verweist auf die Notwendigkeit einer steten Zukunftsplanung. Das Claraspital habe sich in den vergangenen zehn Jahren von einem Stadtspital zu einem hoch spezialisierten Zentrum entwickelt. In diesem Zeitraum hat auch die Zahl der stationär behandelten Patienten um 30 Prozent auf 11'000 pro Jahr zugenommen, die der ambulant behandelten um 220 Prozent auf 42'000 pro Jahr.

Notfallstation wird immer wichtiger

Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich die 24-Stunden-Notfallstation mit 15 Zimmern und einem Interventionsraum für kleinere Eingriffe. Diese Station werde, so Eichenberger, innerhalb des Leistungsangebots immer wichtiger. Im ersten Stock sind die neuen Operationssäle angesiedelt, im zweiten Stock die ambulante medizinische Onkologie/Hämatologie und im dritten finden sich die Patientenzimmer.

Mit dem Neubau hat das Claraspital für Peter Eichenberger ein «Meilenstein» in seiner Entwicklung erreicht. Entstanden ist sozusagen ein Spital im Spital.