Wahlen Basel-Stadt

Dürrs Vorsprung schmilzt und Rechtsrutsch im Parlament: Das sind die Ergebnisse der zweiten Wahlumfrage

Laut Umfrageergebnissen könnte das Rennen ums Regierungspräsidium durchaus knapp werden

Laut Umfrageergebnissen könnte das Rennen ums Regierungspräsidium durchaus knapp werden

Baschi Dürrs Vorsprung auf Elisabeth Ackermann im Rennen ums Regierungspräsidium ist deutlich gesunken, bei den Regierungsratswahlen kann die Grüne Lorenz Nägelin gar überholen. Das zeigen die Ergebnisse der zweiten Wahlumfrage.

Zehn Tage vor den Basler Wahlen ist die Grüne Regierungsratskandidatin Elisabeth Ackermann im Aufschwung. Das zeigt die zweite Wahlumfrage, die das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der bz und «Tageswoche» vergangene Woche durchgeführt hat. Bei der Wahl für das Regierungspräsidium legt Ackermann um stolze sieben Prozentpunkte zu. Da gleichzeitig ihr Kontrahent Baschi Dürr (FDP) schwächelt, verspricht die Wahl um das Regierungspräsidium doch noch deutlich knapper zu werden, als dies lange aussah.

Auch im Rennen um einen Sitz in der Regierung kann Ackermann punkten. Gegenüber der ersten Umfrage, als sie knapp hinter SVP-Kandidat Lorenz Nägelin geblieben ist, kann sie um fünf Prozentpunkte zulegen und liegt nun mit 45 Prozent auf dem siebten Platz. Nägelin konnte deutlich weniger Stimmanteile gewinnen und ist aktuell bei 42 Prozent. Damit ist absehbar, dass zumindest der siebte Sitz in der Regierung erst in einem zweiten Wahlgang am 27. November vergeben wird. Momentan sieht es so aus, als ob auch SP-Regierungsrat Hans-Peter Wessels ebenfalls unter der Marke von 50 Prozent bleiben dürfte, die es braucht, um im ersten Wahlgang bestätigt zu werden. Auch FDP-Regierungsrat Baschi Dürr liegt mit 51 Prozent nur knapp über dem Strich. Pikant: Am 27. November steht neben dem zweiten Wahlgang noch die nationale Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative der Grünen an. Damit dürfte Ackermann im Schlussspurt punkto Mobilisierung einen Vorteil gegenüber dem SVP-Mann haben.

Die zweite Wahlumfrage bestätigt die Ergebnisse der ersten von Anfang September. Das beste Ergebnis kann weiterhin SP-Finanzdirektorin Eva Herzog verbuchen, vor dem LDP-Kandidaten Conradin Cramer, der mit 59 Prozent ein gutes Ergebnis erzielt. Auch die Bisherigen Christoph Brutschin (SP) und Lukas Engelberger (CVP) sitzen fest im Sattel. Auffällig ist, wie sich kurz vor der Wahl die Reihen in den beiden Lagern schliessen. So geben mittlerweile deutlich mehr SP-Wähler an, die Grüne Kandidatin Ackermann zu wählen. Und wollte vor einem Monat lediglich jeder zweite CVP-Wähler dem SVP-Mann Lorenz Nägelin seine Stimme geben, so sind es mittlerweile drei Viertel.

Im Grossen Rat akzentuiert sich der bereits prognostizierte Rechtsrutsch. Grosse Gewinnerin in den Umfragen ist die LDP. Auch die SVP dürfte deutlich zulegen. Wähleranteile verlieren gemäss der Umfrage dagegen vor allem das Grüne Bündnis (minus 1,2 Prozent) und die Mitte-Parteien. 

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