Zoo Basel

Die Pinguine sind zurück! Und sie haben eine neue Anlage

Basler Zolli: Die Pinguine sind zurück

Nach einem Jahr Bauzeit haben die 17 Königs- und 9 Eselspinguine im Zolli ihr neues Zuhause bezogen.

Die Esels- und Königspinguine sind zurück im Zoo Basel. Nach gut einem Jahr in deutschem Exil haben 26 Vögel am Wochenende die neue und grössere Pinguin-Anlage bezogen.

Ein Jahr lang waren sie in Wuppertal im Exil, nun sind sie zurück in Basel: Die Königs- und Eselspinguine des Zoo Basel. Sie durften diese Woche ihr neues Zuhause beziehen. Die Anlage wurde seit Oktober letzten Jahres umgebaut und vergrössert. Neu stehen den insgesamt 26 Pinguinen zwei Räume zur Verfügung. Die Raumteilung ermögliche es den Vögeln, ihrer natürlichen Verhaltensweise nachzukommen, so Kuratorin Friederike von Houwald. In der Natur würden die erwachsenen Tiere gerade in den Wintermonaten viel Zeit getrennt von ihrem Nachwuchs verbringen, um im Wasser nach Nahrung zu suchen.

Eine Freiheit, die den Basler Pinguinen bisher fehlte: Die Jungtiere und ihre Eltern verbrachten die meiste Zeit gemeinsam an Land. Das führte insbesondere bei der Fütterung zu Problemen. «Wollten wir einem Elternteil einen Fisch füttern, so haben die Jungen meist pausenlos nach Futter gebettelt», so von Houwald. Die Jungtiere hätten zunehmend an Gewicht zugelegt, während die Eltern schmächtig blieben. Mit der neuen Anlage werden in erster Linie die Pinguin-Eltern entlastet: Die zwei Räume können von den Zoowärtern getrennt oder miteinander verbunden werden, je nachdem, ob die Eltern wieder einmal eine Pause von ihren quengelnden Sprösslingen brauchen.

Lieber kuscheln als schwimmen

Trotz der neuen Entlastung für die Eltern: Zu gross darf die Anlage nicht sein. «Pinguine kuscheln gern, sie möchten sich nahe sein.» Eine riesige Anlage sei deswegen nicht in ihrem Sinn. Auch wenn sich die Tiere laut von Houwald bereits an ihr neues Zuhause gewöhnt haben, so sind sie doch noch schüchtern. Die Eselspinguine, eigentlich fabelhafte Schwimmer, stehen noch etwas verloren am Beckenrand und nähern sich dem Wasser nur zaghaft. Mit neugierigem Blick mustern sie die Wasseroberfläche und schütteln ihre Köpfchen.

Erst müssen sie sich ganz sicher sein, dass in den Tiefen des Wassers keine gefährlichen Seeleoparden lauern. Bis zum ersten Schwumm könnte es darum noch einige Tage dauern. Langweilig dürfte es ihnen nicht werden: Heute Donnerstag nimmt der Zoo seinen Pinguin-Spaziergang wieder auf. Zumindest für Bewegung ist also gesorgt.

Zoo Basel: Umbau der Pinguin-Anlage vor Abschluss

So sah die Pinguin-Anlage im Oktober aus.

  

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