Ausstellung
Der unvergesslichen und unvergleichbaren Marilyn Monroe ganz nahe kommen

Das Spielzeug Welten Museum Basel zeigt ab heute in einer Sonderausstellung die private Seite des 1962 verstorbenen Hollywood Filmstars Marilyn Monroe. Über 700 originale Memo­rabilien und persönliche Hinterlassenschaften werden zu sehen sein.

Tobias Gfeller
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So hat man Marilyn Monroe noch nie gesehen
14 Bilder
So hat man Marilyn Monroe noch nie gesehen
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So hat man Marilyn Monroe noch nie gesehen
Marilyn im Alter von 19 Jahren
Die Grabstelle von Marilyn Monroe Grabstelle von Marilyn Monroe
Was wäre sie ohne spitz zulaufende Körbchen gewesen? Ein Starlet wie Tausende.

So hat man Marilyn Monroe noch nie gesehen

John Vachon

4,6 Millionen Dollar wurden vor zwei Jahren für das weltbekannte weisse Kleid bezahlt, das Marilyn Monroe im Film «Das verflixte 7. Jahr» über dem Ventilator trug, der es verführerisch hochheben liess. Dass fast 50 Jahre nach ihrem Tod noch immer eine solch eine Summe für ein Kleid ausgegeben wird, beweist, dass Marilyn Monroe noch allgegenwärtig ist.

Doch die meisten erinnern sich vor allem an die von Hollywood in Szene gesetzte Schönheit. Das Spielzeug Welten Museum blickt ab heute und noch bis im April hinter dieses Bild, das Fans, die sich intensiv mit Monroe beschäftigen, nicht so sehr schätzen. «Es war viel mehr hinter dieser Frau, als man heute noch weiss», sagt dazu Laura Sinanovitch, Kuratorin und Geschäftsführerin des Museums. «Die Ausstellung bietet einen aussergewöhnlichen Blick auf Marilyn Monroe's Kindheit, ihr Privatleben und natürlich auch ihre Schauspielerei.»

Einzigartige Sammlung

Die Sonderausstellung wurde nur dank Ted Stampfer möglich. Der leidenschaftliche deutsche Monroe-Fan präsentiert seine für Europa einzigartige Sammlung zum ersten Mal in dieser ganzheitlichen Form der Öffentlichkeit. «Die Ausstellung zeigt nicht die Frau, zu der sie werbetechnisch gemacht wurde. Unser Fokus gilt einer respektvollen Begegnung zu einer sehr intelligenten Frau», erklärt Stampfer die Ausstellung.

Und dies sei Monroe mit Sicherheit gewesen. Als «geschäftstüchtig und ehrgeizig» beschreibt er die Amerikanerin, die als erste Frau eine eigene Filmgesellschaft gründete. «Sie erhielt zuerst von Hollywood nicht die anspruchsvollen Rollen, die sie sich wünschte», weiss Stampfer. Auch mit der Komödie «Manche mögen‘s heiss», die bis heute als Beste ihres Genres gilt, sei sie nie ganz glücklich gewesen. Die Ausstellung zeigt den Film in kompletter Länge. Untermalt wird er von diversen Requisiten und Accessoires.

Facettenreiche Monroe

Ted Stampfers Leidenschaft für die Frau, die noch vor seiner eigenen Geburt starb, begann schon im Kindesalter, als er in der Familie ihre Komödien im Fernsehen sah. «Als Jugendlicher hatte ich einen völlig oberflächlichen Blick für sie. Erst mit der intensiveren Auseinandersetzung merkte ich, dass viel mehr hinter dieser Frau steckt.»

Der Terminplaner von 1961 - einem Jahr vor ihrem Tod - hebt Stampfer als eines seiner Lieblingsstücke hervor. «Der Planer gibt intime und persönliche Einblicke in Marilyn Monroe.»

Der pinke Morgenmantel aus Satin oder das Foto, das Monroe in karierter Hose und Kaschmirpullover zeigt, schätzt Stampfer ebenfalls sehr. «Die Ausstellungsstücke zeigen, wie natürlich schön und facettenreich Monroe war. Genau so wollen wir sie in Erinnerung behalten.»

Neben Ted Stampfer beteiligten sich auch sechs Leihgeber an der Ausstellung. Zu ihnen gehören Daniel Amberg und Esther Kreis, die die goldenen Sandalen zur Verfügung stellten. Diese liebte Monroe so sehr, dass sie sie mehrmals reparieren liess und insgesamt während zehn Jahren bis zu ihrem Tod trug.