Coronavirus
Trotz fallender Coronazahlen: Basel-Stadt sucht externe Firma für Contact-Tracing

Das Gesundheitsdepartement bereitet sich auf einen Anstieg der Fallzahlen im Herbst und Winter vor.

Helena Krauser
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Die Contact-Tracer des Gesundheitsdepartements werden nun durch eine neue externe Firma unterstützt.

Die Contact-Tracer des Gesundheitsdepartements werden nun durch eine neue externe Firma unterstützt.

Keystone

Das öffentliche Leben in Basel kehrt Schritt für Schritt wieder zur Normalität zurück. Fast scheint es, als wäre die Coronapandemie bereits überstanden. Doch das Gesundheitsdepartement (GD) des Kantons sucht genau jetzt nach einer externen Firma zur Unterstützung des Contact-Tracings.

Bereits im letzten Herbst, als die zweite Coronawelle die Fallzahlen in die Höhe trieb, erhielt das GD Unterstützung von einer externen Firma. Damals allerdings ohne öffentliche Ausschreibung: «Der Auftrag wurde aufgrund der Dringlichkeit letzten Herbst im Freihandverfahren befristet an eine in Basel ansässige Firma vergeben», sagt der GD-Sprecher Valentin Kressler. Da sich die epidemiologische Lage mittlerweile verbessert habe und somit der Bestand der Dringlichkeit nicht mehr geltend gemacht werden könne, sei das Gesundheitsdepartement nun verpflichtet, den Auftrag im Rahmen eines ordentlichen Ausschreibungsverfahrens zu vergeben.

Mit der Ausschreibung bereitet sich der Kanton auf eine allfällige nächste Welle vor: «So können wir bei einer Verschlechterung der epidemiologischen Lage reaktionsfähig bleiben», sagt Kressler. Da allerdings unklar sei, ob diese Verschlechterung eintreffen wird, suche man einen Partner, der für das Gesundheitsdepartement einen Contact-Tracing-Stand-by-Betrieb unterhält. Somit wäre gewährleistet, dass Leistungen nur abgebucht werden, wenn sie effektiv anfallen. Bleibt ein Anstieg des Infektionsgeschehens aus, muss der Kanton die externe Firma also auch nicht bezahlen.

Test- und Impfzentren bleiben bestehen

Im Gegensatz zum Kanton Baselland, wo zwei Impfzentren im September geschlossen werden, plant Basel-Stadt keinen Abbau. «Die Impfkampagne im Kanton Basel-Stadt ist noch nicht abgeschlossen, die zugelassenen Impfstoffe sind weiterhin anspruchsvoll in der Lagerung und Aufbereitung, weshalb sie am effizientesten über ein Zentrum verimpft werden können», so Kressler. Ab Herbst könnten ausserdem Arztpraxen und Apotheken Impfungen anbieten. Auch der Betrieb im Testzentrum des Universitätsspitals wird trotz niedriger Infektionszahlen weiterhin aufrechterhalten. «Der Grund dafür ist die grosse Nachfrage im Zusammenhang mit Reiseaktivitäten», so Kressler.

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