Markthalle

Baywatch-Nixe Pamela Anderson bringt Basel in Wallung

Die Männer stehen Schlange vor dem Thron. Doch nicht die Queen von England sitzt dort, sondern die Queen der TV-Promis. Pamela Anderson gibt beim Blitzbesuch in der Markthalle in Basel fleissig Autogramme für ihre Fans, die sich nicht alle so sicher sind, wer da vor ihnen sitzt.

«Hey Pamela, Welcome to Switzerland», begrüsst die Moderatorin den Hollywoodstar. «Oh Wow, this is nice», entgegnet die berühmteste Badenixe der Welt beim Anblick der beeindruckenden Menschenmenge, die sich vor der Bühne gebildet hat. «Ich wusste überhaupt nicht genau, was mich erwartet.»

Rasch setzt sie sich unter lautem Johlen der männlichen Zuschauer auf den für sie bereitgestellten Thron.  Wie eine Königin strahlt sie in die zahlreichen Kameras, die für ein Blitzlichtgewitter sorgen. Königlich ist auch der Umgang, welchen sie in Basel geniesst. «Es ist so warm hier», röchelt sie ins Mikrofon und sogleich stellen Sicherheitsbeauftragte einen Ventilator vor ihr auf.

Dank Pamela Anderson kamen Männer der ganzen Region in die Markthalle Basel

Dank Pamela Anderson kamen Männer der ganzen Region in die Markthalle Basel.

Die Markthalle wird zurzeit von Prominenten belagert. Nachdem letzte Woche Luca Hänni, Schweizer Sieger von «Deutschland sucht den Superstar», für ein Kreischkonzert unter der Kuppel des Einkaufszentrums sorgte, gibt sich diesmal Pamela Anderson die Ehre. Standen sich letzte Woche ausnahmslos weibliche Teenager die Füsse platt, ist nun deren Vätern die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Dabei herrscht ein deutlich angenehmerer Lärmpegel als noch vor einer Woche. Der Testosterongehalt, welcher in der Luft liegt, ist dafür spürbar höher.

Enttäuschte Gesichter

Nach der anfänglichen Begeisterung sind kurze Zeit später bereits erste enttäuschte Gesichter zu sehen. Anderson erscheint im ausschnittlosen schwarzen T-Shirt und zeigt sich ungewohnt zugeknöpft. Ihr Auftritt ist bis ins letzte Detail geplant. Jedes Wort ihrer kurzen Rede ist einstudiert und jedes Lächeln auf den Moment genau abgerufen.

Knapp eine Dreiviertel-Stunde nimmt sich der ehemalige Baywatch-Star Zeit für seine Fans. Immer wieder hört man die Sicherheitsleute einschreiten: «Weitergehen, keine Fotos bitte, gehen Sie bitte von der Bühne!» Einige Fans steigen mit prall gefüllten Geschenksäcken auf die Bühne. Blumen, Schokolade, Pralinen – Zahlreiche Mitbringsel werden der Blondine hingeschoben.

Dass diese wohl ausnahmslos in Basel bleiben, während Anderson sich gleich nach ihrem Auftritt zur Art Basel davonmacht, ist den Anhängern egal. Sie steigen allesamt strahlend vom Podium und präsentieren stolz ihre Autogrammkarten. Die Moderatorin des Events will von einem jungen Fan wissen, für welches Körperteil Pamela Anderson denn berühmt sei. «Für ihre Augen», antwortet dieser mit einem schelmischen Grinsen. Die Lacher der Zuschauer hat er auf seiner Seite.

Männliches Publikum

Als der Spuk vorbei ist, nimmt sich der Hollywood-Star fünf Minuten für die anwesenden Medien Zeit. Auch der deutsche Privatsender RTL ist vor Ort und reisst die Blondine sogleich für ein Interview an sich. Dass die Fragestellerin dabei eindeutig mehr Botox-Behandlungen als ihr prominentes Gegenüber vorzuweisen hat, sorgt für allgemeine Erheiterung.

Der Komiker Sacha Baron Cohen alias Borat hatte auch schon das Vergnügen auf Pamela Anderson zu treffen

Der Komiker Sacha Baron Cohen alias Borat hatte auch schon das Vergnügen auf Pamela Anderson zu treffen.

Das Publikum ist mit wenigen Ausnahmen männlich. Neben älteren Zeitgenossen sind auch viele Jugendliche gekommen. Zwei von ihnen sind extra aus St.Gallen angereist. Wieso Anderson bekannt ist, weiss keiner von den beiden. «Baywatch, also eine Fernsehserie», sagte der eine in breitem St. Galler Dialekt. Eine Folge gesehen hat er jedoch noch nie. Nichtsdestotrotz: Es ist der Name «Pamela Anderson», der glänzt und die Männer  aus der ganzen Schweiz und dem grenznahen Ausland anlockt.

Pamela Anderson bei ihrem Besuch in Zürich

Pamela Anderson bei ihrem Besuch in Zürich

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