«Freymond-Guth Ltd. Fine Arts» schliesst nach nur einem Jahr ihre Tore an der Riehenstrasse. In einem Facebook-Post nahm der Galerist Jean-Claude Freymond-Guth bitteren Abschied: «Warum unterstützen wir alle weiter ein System, das nur für einen kleinsten Anteil von Künstlern und Galeristen funktioniert?»

Ein Anteil, zu dem der Junggalerist offensichtlich nicht gehört. Im Juni 2016 war er nach acht Jahren in Zürich in das alte Lager der Basler Denkmalpflege gezogen – ein imposanter Ausstellungsraum mit 800 Quadratmetern. Auch das Programm konnte sich sehen lassen: Freymond-Guth zeigte international renommierte Künstler wie Hannah Weinberger oder Renée Levi.

Trotz grosser Namen ging die Rechnung am Ende aber nicht auf. «Wer wirtschaftlich profitabel sein will, ist in der heutigen Kunstwelt schlecht aufgehoben», meint er. Wie können Galerien des mittleren Segments also überhaupt noch überleben? Freymond-Guth sieht die Lösung im Dialog. Dazu müssten die Galeristen aber erst einmal reinen Tisch machen: «Ständig reden alle davon, wie toll alles laufe. Wenn man hier ehrlicher wäre, könnten wir endlich mit der richtigen Diskussion anfangen.» Er selbst äussert sich nur vage zu seinen finanziellen Engpässen: «Für mich stimmt es jetzt so.»