Adela und Cem, worüber plaudern wir heute?

Adela: Gewinnen. Da gibt es nur die Schweiz und Cem!

Die WM und «Die Bachelorette». Haben Sie nach dem ganzen Medientrubel um Euch beide überhaupt noch Lust auf Public Viewings?

Cem: Nein, nicht wirklich. Wenn ich Fussball schaue, dann am liebsten gemütlich, Zuhause mit ein paar Freunden.
Adela: Ehrlich gesagt, ist in unserem momentan so viel los, dass für die WM kaum Zeit bleibt. Ich schaue eigentlich nur die Spiele der Schweiz.

Feuern Sie die Schweizer gemeinsam an?

Cem: Bisher haben wir noch keinen Match zusammen gekuckt. Aber natürlich bin auch ich für die Schweiz.
Adela: Was? Das ist mir aber neu!
Cem: Ich habe nur gesagt, dass das Goal gegen Brasilien ein Foul war. Und ich bin realistisch. Ich glaube, es wird schwierig für die Schweiz.
Adela: Wenn wir rausfliegen, dann höre ich einfach auf, die WM zu schauen.

Sind Sie jemand der immer gewinnen muss?

Adela: Nein, überhaupt nicht. Ich war ehrlich gesagt auch noch nie ein Glückskäfer, wenn es ums Gewinnen ging. Ausser wenn ich Schere, Stein, Papier spiele. Da gewinne ich ausnahmslos.

Wollen Sie das einmal demonstrieren?

Cem und Adela spielen Schere, Stein, Papier und Adela gewinnt haushoch.
Adela: Eigentlich gab es zwischen uns noch nie Konkurrenzsituationen, aber hier hat er gegen mich keine Chance.

Immerhin hat Cem ja das gewonnen, wobei es bei «Die Bachelorette» eigentlich ging: Die Bachelorette selbst.

Cem: Es fühlt sich wunderbar an. Ich habe ja nicht erst jetzt gewonnen, sondern auch durchgehend alle Challenges gegen die anderen Männer.

Hielten Sie sich denn immer schon für einen Gewinnertypen?

Cem: Ich bin auch ein guter Verlierer. Aber wenn ich verliere, dann gebe ich mein bestens, sodass ich schnell wieder gewinne.

Adela, nach einem Gewinner haben Sie ja gesucht. Was macht ein Gewinner für Sie aus?

Adela: Für mich gehört es beim Gewinnen immer auch dazu, dass man gut verlieren kann. Wichtiger, als das Gewinnen selbst, ist mir eigentlich das Spiel davor. Allerdings kommt es ja auch darauf an, wobei man gewinnen will. Cem ging es ja nicht um einen sportlichen oder einen Wettgewinn, sondern um die letzte Rose.

Und Ihr Herz. Wie gewinnt man das Herz einer Adela Smajic?

Adela: Mit einem schönen und gut aussehenden Charakter.

Cem, ist Adela auch für Sie ein Hauptgewinn?

Cem: Das war sie eigentlich schon, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Da war ich schon positiv schockiert. Ich hatte eigentlich sehr tiefe Erwartungen, als die Show angefangen hat, und so eine Frau hätte ich mir nie erträumt.

Einerseits ging es ja um die Frau – andererseits ums Gewinnen. Ist «Die Bachelorette» nicht einfach ein Spiel?

Adela: Ich arbeite ja selbst in den Medien und war vor meiner eigenen Staffel auch überzeugt, dass das alles gespielt ist. Man kann sich als Aussenstehender auch kaum vorstellen, wie das ist, wenn man nur wildfremde Leute um sich hat. Aber auch nachdem die Sendung jetzt ausgestrahlt wurde, haben meine Familie und Freunde bestätigt, dass sie mich nicht anders kennen. Von den Nervenzusammenbrüchen bis zur Verliebtheit: Ich war immer ich selbst.

War die Sendung also ein voller Gewinn?

Adela: Ich würde es morgen sofort wieder tun. Aber ich bin auch froh, dass es jetzt vorbei ist. Es war schon sehr anstrengend. Vor allem habe ich den Alltag vermisst. Wenn man seinen Freunden zum zehnten Mal absagen muss, findet man das selbst nicht mehr so toll.

Es gibt also auch Schattenseiten des Erfolgs. Wie erging es Ihnen mit dem ganzen Trubel um Ihre Person?

Cem: Gestört hat mich die Aufmerksamkeit nicht. Eigentlich habe ich das sogar sehr genossen.
Adela: Es hat uns natürlich auch geschmeichelt. Man steht im Fokus, und die Leute interessieren sich für einen.

Sie bleiben ja aber auch nach der Show im öffentlichen Licht, zumindest als Wetterfee bei Telebasel.

Adela: Absolut. Ich liebe meinen Job, und ich habe ihn während meiner Zeit als Bachelorette auch sehr vermisst. Ich werde jetzt zurückkehren und freue mich darauf, mein ganzes Herzblut wieder in meine Arbeit zu stecken.

Und Cem, Sie ziehen für Adela nun nach Basel?

Cem: Nein, dafür ist es noch viel zu früh. Wir werden erst sehen, was sich zwischen uns entwickelt.