Schwarzwaldstube

Ausgefallene Zwischenlösung nach Brand: Dreisterne-Gourmettempel auf dem Parkhausdach

Der Küchenchef der Dreisterne-Wirtschaft: Torsten Michel.

Der Küchenchef der Dreisterne-Wirtschaft: Torsten Michel.

Nach dem Grossbrand setzen die Betreiber der «Schwarzwaldstube» in Baiersbronn auf ein Provisorium.

Wie geht es weiter mit der abgebrannten «Schwarzwaldstube»? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Basler Gourmets. Das Drei-Sterne-Lokal in Baiersbronn im Nordschwarzwald, das zu den 15 besten Restaurants weltweit gehört, kann auf eine treue Nordwestschweizer Stammkundschaft zählen. Obschon sich die Besitzerfamilie Finkbeiner noch in der Brandnacht vom 5. Januar dazu entschloss, das Haus neu aufzubauen, blieb zunächst unklar, wann der Restaurantbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Langwierige Brandermittlungen verhinderten den geplanten raschen Abriss der übrig gebliebenen Gebäudehülle.

Doch jetzt geht es vorwärts: Gemäss den aktuellsten Ankündigungen wird Spitzenkoch Torsten Michel bereits ab April wieder hinter dem Herd stehen, um seine Feinschmeckerküche anzubieten. Geplant ist ein Provisorium auf dem Parkhausdach des Hotels Traube Tonbach, das zum Gastronomiekomplex der Familie Finkbeiner gehört. So sollen niederländische Modulbauspezialisten zuoberst eine Gaststätte mit 30 Plätzen für die «Schwarzwaldstube» und weiteren 50 Plätzen für die ebenfalls vom Brand betroffene «Köhlerstube» von Küchenchef Florian Stolte errichten. Dies berichtet der «Südkurier».

Im zweiten Parkhausdeck sind provisorische Lagerräume vorgesehen, derweil im dritten Parkhausdeck gekocht werden soll. «Es wird dann schon kuschelig», sagt Junior-Chef Sebastian Finkbeiner in einem Interview im «Südwestrundfunk» (SWR) zur ungewohnten Atmosphäre. «Aber die Not macht erfinderisch.» Am Montagabend gab Sebastian Finkbeiner in der «SWR-Abendschau» weitere Details preis: Beim Provisorium gehe man von einer Dauer von bis zu eineinhalb Jahren aus, bis die «Schwarzwaldstube» wieder so aufgebaut sei, «wie wir sie haben wollen». In dieser Zeit könne in der Interims-Küche auf üblich hohem Niveau gekocht werden. Ebenso wenig müssten Einsparungen beim Personal vorgenommen werden.

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