Umfunktion
Am Martinskirchplatz sollen künftig Touristen übernachten

Einige Jahre war das «Haus zum Bramen» unbewohnt. Nun ist dort ein Guesthouse geplant.

Helena Krauser
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Das Haus «zum Bramen» ist nun ein Guesthouse.

Das Haus «zum Bramen» ist nun ein Guesthouse.

bz

Seit dem Jahr 1270 steht das «Haus zum Bramen» nun schon am Martinskirchplatz 1. Hier in der Bauschutzzone der Basler Altstadt konnte das Jahrhunderte alte Haus bisher beinahe unverändert bestehen. Nun soll es umgebaut werden. Im Laufe der Zeit hat die Liegenschaft unzählige Male den Besitzer gewechselt.

Einst gingen hier Goldschmiede, Schneider und Schriftsetzer ein und aus. Zwischenzeitlich wurde das Haus auch als «Studentenkosthaus« für die damals gegenüberliegende Lateinschule genutzt. Ein paar Jahre lang stand die Liegenschaft nun leer, schreiben die Gesuchsteller in ihrem Begründungsschreiben zum Umnutzungsbegehren.

Die jetzige Besitzerin des historischen Hauses ist die Privest Estate AG, eine Aktiengesellschaft zur Bewirtschaftung von Liegenschaften und Wohnungen mit Sitz in Basel. Sie möchte das «Haus zum Bramen» nun vom Wohnhaus zum Guesthouse umbauen lassen. Geplant ist laut Baugesuch ein kleinerer Hoteleriebetrieb: Auf den Stockwerken 1 bis 3 soll je ein Doppelzimmer entstehen, im Erdgeschoss ist ein Empfangsraum mit Lounge geplant und im Dachgeschoss sollen die zukünftigen Übernachtungsgäste frühstücken können. Für den barrierefreien Zugang ist ein Fahrstuhl geplant. Beim Umbau wird somit hauptsächlich der Innenraum betroffen sein. Zudem werden neue Fenster eingesetzt und die in die Jahre gekommene Fassade saniert.

Wer das Guesthouse künftig betreiben wird, steht laut dem zuständigen Architekturbüro Heeb & Schranz noch nicht offiziell fest. Geplant ist allerdings eine Zusammenarbeit mit der benachbarten Martinskirche, wo häufig Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Das Guesthouse könnte den Eventmitwirkenden die Zimmer für Übernachtungen zur Verfügung stellen und Möglichkeiten für Caterings und Apéros bieten. Im Untergeschoss der Liegenschaft soll nämlich eine sogenannte Vorbereitungsküche eingebaut werden.