Badische Zeitung
209 Beizentipps für Südbaden

Der neue Restaurantführer der Badischen Zeitung vergibt Punkte für Landgasthöfe und Sterneküchen. Unter den Tipps sind auch einige Betriebe in der Nähe von Basel zu finden.

Peter Schenk
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Das Restaurant «Eckert» in Grenzach-Wyhlen wurde vor zwei Jahren saniert, neu eröffnet und jetzt bereits vom «Gault&Millau» Deutschland ausgezeichnet.

Das Restaurant «Eckert» in Grenzach-Wyhlen wurde vor zwei Jahren saniert, neu eröffnet und jetzt bereits vom «Gault&Millau» Deutschland ausgezeichnet.

Vier Jahre ist es her, dass die «Badische Zeitung» das letzte Mal ihren Restaurantführer herausgebracht hat. Seitdem hat sich viel getan und von damals 194 Empfehlungen sind 40 weggefallen und 58 neu hinzugekommen, was die Zahl von jetzt 209 Beizentipps ergibt.

Echte Verrisse gibt es nicht in dem Buch. Die Restaurants, die es in den Führer geschafft haben, sind also Empfehlungen, wobei einfache Lokale stärker berücksichtigt wurden als hochpreisige. Bewertet wurden die Beizen von einer 15-köpfigen Expertengruppe, zu der nicht nur Journalisten und Gastrokritiker, sondern auch Winzer, Gastronomen und Feinschmecker zählten.

Vier verschiedene Kategorien

Die Restaurants wurden anonym aufgesucht und die Bewertung in Punkten, bei der Küche, Service, Ambiente, Weinangebot und Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt wurden, im Plenum diskutiert. Wichtige Kriterien waren die Qualität der verwendeten Rohstoffe und deren Herkunft. Es gibt vier unterschiedliche Kategorien – die höchste hat vier Wappen, die einfachste ein Wappen. Ziel war es, «die Lokale mit ihren Ansprüchen transparent zu machen», wie es im Vorwort heisst. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Trotz der positiven Auswahl äussern sich die Herausgeber auch kritisch. So seien die Grüsse aus der Küche bisweilen reine «Alibi-Ouvertüren», fehle es an «Dessert-Kreativität» und das Vegetarier-Angebot sei «bescheiden».

Etliche Beizentipps gibt es auch in der Nähe von Basel. Die positive Bewertung des Restaurants «Eckert» in Grenzach-Wyhlen zeigt, dass der Restaurantführer sich in guter Gesellschaft befindet. Erst kürzlich hat der «Gault&Millau» Deutschland das vor zwei Jahren neu übernommene Restaurant und seinen 24-jährigen Koch aus dem Stand mit 15 Punkten und zwei Kochmützen ausgezeichnet. In der Stadt Lörrach schafften es mit den Restaurants «Drei König», «Am Burghof», «Gasthaus zum Kranz» und «Peja» vier Beizen in die Auswahl.

Das grossstädtische «Peja», das neben stilvollen Diners auch günstige und leichte Mittagessen bietet, hat sich dabei einer «mediterranen Linie» verschrieben. Mit der «Burgschenke Rötteln» in Lörrach-Haagen und dem «Restaurant Maien» in Tüllingen werden zwei weitere Adressen empfohlen.

In Inzlingen wird im «Wasserschloss» «handwerklich perfekt klassische französische Küche» geboten und stimmt auch sonst Alles, was die gute Note von 9 von zehn möglichen Punkten ergibt. Etwas weniger gut wurde die «Krone» bewertet, wo sich die Tester unter anderem an der «geschäftigen Sachlichkeit des Servicepersonals» stören.

In Weil am Rhein bietet der «Adler» weiterhin auf hohem Niveau «klassische französische Hochküche». Günstiger ist das Einkehren im Landgasthof «Rebstock» im Stadtteil Haltingen, der urkundlich bereits 1497 erstmals genannt wurde. Bei den Essenspreisen bemerke man allerdings die Nähe zur Schweiz. In der günstigsten Kategorie spielt in Altweil das Restaurant «Crea’tif», wo im Wesentliche eine südliche Küche aufgetischt wird.

Gastronomische Hochburg

Eine gastronomische Hochburg ist Wollbach, ein Ortsteil von Kandern. Hier haben es vier Restaurants in den Führer geschafft. Als hochpreisiges der «Pfaffenkeller», günstiger die «Alte Krone», das «Gasthaus zur Blume» sowie das «Gasthaus zum Hirschen». In den Ortsteilen Holzen und Egerten wird der jeweilige «Hirschen» gelobt.

Auch für einen Ausflug nach Freiburg im Breisgau lohnt sich der Kauf des Führers. Hier werden über 40 Tipps genannt.

Badische Zeitung: Der neue Restaurantführer für Südbaden, Rombach, Freiburg 2016, 264 Seiten, ca. Fr. 29.50.

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