Basel
Initiative fordert 50-Meter-Schwimmhalle: «Die Situation ist zum Davonschwimmen»

In Basel gibt es zu wenig Wasserfläche. Das Initiativkomitee und Politiker aus allen Lagern fordern «jetzt »eine Halle.

Elodie Kolb
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Das Rialto ist zurzeit das einzige dauerhafte Hallenschwimmbad in Basel.

Das Rialto ist zurzeit das einzige dauerhafte Hallenschwimmbad in Basel.

Zvg / Dave Joss / BLZ

Im Sommer bevölkern die Baslerinnen und Basler zuhauf den Rhein. Doch im Winter gibt es im Stadtkanton derzeit nur eine dauerhafte Schwimmhalle, die das ganze Jahr zugänglich ist: Das Rialto. Und das soll jetzt für zwei Jahre saniert werden.

Mit einer Initiative fordert der Verein «50M Hallenbad für Basel» genau das: Eine Halle mit einem 50 Meter Schwimmbecken, die ganzjährig offen ist. Ab Samstag haben sie 18 Monate Zeit um die nötigen 3000 Unterschriften zu sammeln.

Das sei kein Grössenwahnsinn, sagt SP-Grossrat und Mitglied des Initiativkomitees Thomas Gander, sondern ein Bedürfnis der Basler Bevölkerung dem das derzeitige Angebot nicht gerecht werde. «Man könnte sagen, die Situation ist zum davon schwimmen», so Gander. Er spreche nicht nur im Namen seiner Partei, denn «bekanntlich ist Sport in Basel ein überparteiliches Thema», so Gander. Mitte Januar wurde zusätzlich zur Initiative eine Motion von LDP-Grossrat Alex Ebli an den Regierungsrat überwiesen. Unterzeichnet haben Grossrätinnen und Grossräte von allen Lagern.

Deutlich weniger Wasserfläche als Zürich

Seit 2017 gebe es zwar neben dem Rialto auch das provisorische Winterdach im Gartenbad Eglisee, allerdings sei das, wie es in einer Medienkonferenz am Donnerstag heisst, immer überfüllt. «Es tut mir im Herzen weh, zu sehen, wie weit hinten wir mit dem Schwimmsport in Basel sind und wie viel mehr Hallenbäder Zürich hat», so Sophie Herzog, Mitglied des Initiativkomitees und Triathletin. Während in Zürich pro Einwohner 0.011 Quadratmeter Wasserfläche verfügbar ist, seien es in Basel nur 0.005 Quadratmeter, wie es in der Medienkonferenz weiter heisst.

Zu den Finanzen konnte sich das Komitee noch nicht konkret äussern. «Aber meine Erfahrung der letzten 25 Jahre zeigt, dass solche Projekte meistens etwa 20 bis 45 Millionen Franken kosten», so Präsident des Schwimmvereins Beider Basel, Roger Birrer.