Automessen sind Orte voller Glanz und Prunk. Das ist auch an der heute eröffneten Motorshow in Paris, die alle zwei Jahre stattfindet, nicht anders.
Die Hersteller versuchen, ihre Neuheiten im besten Licht zu präsentieren und mit Studien zu zeigen, dass sie auch Pläne für eine erfolgreiche Zukunft haben. Doch: Dieser Ruhm scheint sich immer mehr zu verflüchtigen. Immer mehr traditionelle Hersteller zweifeln an der positiven Wirkung eines kostspieligen Messeauftritts und versuchen sich andersweitig zu profilieren. Dafür tauchen derzeit neue Mitspieler auf, die die Messe in Paris nutzen wollen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Während Ford, Opel, Volvo und VW blieben der Ausstellung in Paris dieses Jahr fern. Dafür feierte GAC Motors mit dem GS5 den ersten Messeauftritt in Europa. Wann und ob das kompakte SUV aus China nach Europa kommen wird, ist aber noch nicht bekannt. Vorerst nicht nach Europa kommen die beiden in Paris präsentierten Modelle von Vinfast: die Limousine Lux A 2.0 und der SUV Lux SA 2.0. Der vietnamesische Hersteller will sich vorerst auf den Heimmarkt konzentrieren; auch wenn die Modelle durchaus auch international Erfolg haben könnte: Design von Pininfarina, Motoren von BMW, Getriebe von ZF und Fahrwerke von Magna Styr; Vinfast hat sich erlesene Zutaten eingekauft, die Qualität versprechen.

Natürlich gibt es in Paris auch weit Konkreteres zu sehen, was wir schon bald auf unseren Strassen antreffen werden. Dazu gehört mit Sicherheit der neue 3er von BMW: Die Mittelklasse-Limousine (ein Kombi wird folgen) ist das Herz der Modelpalette aus München. Die siebte Generation des Klassikers wächst in Länge und Breite, was für mehr Platz sorgt. Zum Marktstart im März 2019 wird es fünf Motorisierungen geben. Zwei Vierzylinder-Benziner mit 194 oder 258 PS und drei Diesel,150 bis 265 PS, wobei das Topmodell über einen Sechszylinder verfügt. Weitere Motorvarianten werden folgen - sogar eine reine E-Variante ist im Gespräch.

Seit 2005 hat Mercedes die B-Klasse im Angebot. Nun war es an der Zeit für eine Neuauflage, die die Stuttgarter in Paris zeigen. Sie wirkt deutlich frischer und harmonischer und kommt im Februar auf den Markt. Technisch hat der Van viele Gemeinsamkeiten mit der jüngst erneuerten A-Klasse.

Für die Heimmesse hat die Citroën-Tochtermarke DS ihren DS3 komplett erneuert - und ihn mit dem Beinamen Crossback versehen, um dem aktuellen SUV- und Crossover-Trend gerecht zu werden. Nebst grosszügigem Platzangebot und frechem Design, will der Franzose vor allem auch mit moderner Technik punkten. Er soll nicht nur mit Benzin- und Dieselantrieben in den Handel kommen, sondern auch rein elektrisch mit einer Reichweite von mehr als 300 Kilometern.

Strom ist auch bei zwei weiteren französischen Marken ein grosses Thema an der Heimmesse. Renault zeigt mit dem EZ-Ultimo einen Ausblick auf die Zukunft, in der man das voll vernetzte und komplett autonom fahrende E-Auto per Smartphone-App bestellen können soll. Der Innenraum ist dem entsprechend vollständig auf möglichst bequemes Reisen ausgelegt.

Zukunft mit einem Hauch Retro zeigt Peugeot mit dem e-Legend. Das Design erinnert an das klassische Peugeot 504 Coupé. Auch der Innenraum mit Velourssitzen erinnert an die Vergangenheit. Der Elektroantrieb mit 456 PS ist hingegen ein Blick in die Zukunft.