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Porsche Cayenne S E-Hybrid

Porsche Cayenne S E-Hybrid

Der Cayenne wurde überarbeitet und mit einen Plug-in-Antrieb versehen.

Wer hätte das gedacht? Die Sportwagenbauer aus Zuffenhausen haben die derzeit grösste Plug-in-Hybridmodellauswahl am Start. Also theoretisch zumindest. Die Klientel, die sich einen 918 Spyder leisten kann (ab 725  000 Euro), dürfte auch in der Schweiz dünn gesät sein. Aber mit dem Panamera S E-Hybrid und nun eben dem Cayenne in derselben Konfiguration sind doch zwei Modelle mit dabei, die nicht unbezahlbar erscheinen. Und: von all den Hybridvarianten, die es gibt, finden wir die zum Aufladen an der Steckdose zurzeit die sinnvollste. Also wollen wir auch den Cayenne S E-Hybrid als sinnvoll betrachten. Aber nicht allein die Antriebsvariante ist neu beim Cayenne. Porsche hat das SUV auch sonst deutlich überarbeitet. Und: es hat ihm gutgetan, vor allem im Innenraum. Die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig, aber das Update lässt das Interieur deutlich moderner erscheinen.

Der neue Cayenne verwendet dasselbe Hybridsystem wie der elektrifizierte Panamera. Jedenfalls fast das gleiche. Denn der Elektromotor des Cayenne hat etwas mehr Leistung (70 kW, 95 PS) und die Batterie ein klein wenig mehr Speicherkapazität (10,8 kWh). Die Systemleistung beträgt beim Cayenne S E-Hybrid nun 416 PS und 590 Nm, das sind ganz schön nette Zahlen, wenn man dann noch den Normverbrauch von 3,4 l/100 km betrachtet. Und ja, man kann den E-Hybrid mit dieser Menge Benzin tatsächlich so weit bewegen, wir hatten bei den Testfahrten (mit voll geladener Batterie) Werte zwischen 3,7 und 4,4 Liter auf dem Bordcomputer stehen (rein elektrische Reichweite 18 bis 36 km). Das spiegelt natürlich nicht das normale Leben wider, aber wir gehen davon aus dass man – ohne dass man den Cayenne ständig auflädt – auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern pro 100 km kommt. Das ist: gut! Zumal der grosse Wagen auch einiges an Gewicht mitschleppt. 2,3 Tonnen sind es, die jeweils beschleunigt und wieder abgebremst werden müssen.

Tritt man das Gaspedal voll durch, arbeiten der bekannte Dreiliter-Kompressor-Benziner und der Elektromotor zusammen. Und dann geht der Porsche ganz schön vorwärts, Spritsparen ist dann aber passé. Wir notieren: Wenn man den Cayenne wie einen Porsche bewegen will, kann man das auch. Natürlich auch, weil Fahrwerk und Bremsen auf der Höhe der Zeit sind. Die unterschiedlichen Fahrmodi sind ebenfalls aus dem Panamera und aus dem Golf GTE bekannt. Denn Porsche hat für den VW-Konzern viel Entwicklungsarbeit geleistet, von der jetzt auch der Plug-in-Golf profitiert. Man kann rein elektrisch unterwegs sein (bis 135 km/h), im Hybridmodus fahren oder den Akku im Heck (Lithium-Ionen) während der Fahrt mit dem V6-Benziner laden. Das ist energetisch zwar nicht gerade effizient, aber es ist für all jene gedacht, die zum Beispiel am Ziel einer Reise rein elektrisch unterwegs sein wollen – oder müssen. Und dann gibts natürlich noch die Sport-Tasten, da gehts richtig zur Sache, nahezu ohne Rücksicht auf den Verbrauch.

Den neuen Cayenne als Plug-in-Hybrid gibt es in der Schweiz ab 108  800 Franken. Natürlich ist es damit nicht gemacht, Porsche ist bekannt dafür, sich Sonderausstattungen fürstlich bezahlen zu lassen. Aber man kann den Zuffenhausnern zugutehalten, dass sie nicht nur ein Ladekabel, sondern auch eine Wallbox (400-Volt-Anschluss) ohne Aufpreis mitliefern. Damit soll der Hybrid-Cayenne innert zwei Stunden wieder voll geladen sein. Mit dem konventionellen Kabel soll es unter vier Stunden dauern.

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