Ferrari

Ferrari wieder mit Turbo

Ferrari California T

Ferrari California T

Traditionell bringt Ferrari ein neues Modell mit zum Salon von Genf (6. bis 16. März), auch wenn es heuer «nur» ein Facelift ist. Aber der California T zeigt, dass Downsizing auch in Maranello ein Thema ist.

Zuerst einmal: Er wurde deutlich geschönt, der neue California T. Pininfarina hat mithilfe des Centro Stile von Ferrari seinen eigenen Entwurf geglättet. Das sieht hübsch aus, deutlich eleganter als bisher. In den Flanken soll man jetzt den 250 Testa Rossa erkennen können, hinten gibt es einen neuen Diffusor. Auch innen wurde der California dem Geist der Zeit angepasst.

Unter der Haube arbeitet neu ein 3,9-Liter-Achtzylinder – mit Turbo. Es ist anzunehmen, dass es sich um eine weiterentwickelte Form des 3,8-Liter-V8-Turbo aus dem Maserati Quattroporte handelt, ein 530 PS starkes Triebwerk, das von Ferrari entwickelt wurde und in Maranello gebaut wird. Im California T sind es dann 650 PS bei 7500/min und ein maximales Drehmoment von beeindruckenden 755 Nm. In 3,6 Sekunden soll der California T auf 100 rennen – und trotzdem 15 Prozent weniger verbrauchen als der Vorgänger. Und genau darum geht es bei dieser Erneuerung des California: Auch Ferrari muss eine Verringerung des Flottenverbrauchs anstreben. Das geht wie bei anderen Herstellern am einfachsten mit «downsizing», also mit kleineren Motoren. Und dann wieder mehr Leistung mittels Aufladung. Sehr gespannt darf man auf den Sound sein. Bisher konnten da «aufgeblasene» Motoren ja selten so richtig überzeugen, doch Ferrari könnte das im Griff haben.

Viele Ferrari gab es ja bisher noch nicht mit Turbo (ausser natürlich in der Formel 1). Der 288 GTO war ein Modell, dann noch der F40. Man kann aber davon ausgehen, dass sich das in Zukunft ändern wird; es ist schon die Rede davon, dass es den California in Zukunft auch mit einem Sechszylinder-Turbo geben wird, wohl mit 3 Liter Hubraum. Im Maserati Quattroporte gibt es ja auch einen solchen Motor mit 410 PS. Es ist zu erwarten, dass Ferrari in Genf endlich auch die genauen Leistungsdaten des «laFerrari» bekanntgibt.

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