Touring & PHEV

BMW 3er: Clever geladen

BMW erweitert das Angebot beim neuen 3er: Die Mittelklasse kommt als Kombi und als Plug-in-Hybrid.

In fast allen Fahrzeugklassen herrscht ein regelrechter SUV-Boom. Der wird einerseits von den Kunden durch wachsende Verkaufszahlen bestärkt – und auf der anderen Seite durch die Hersteller durch ein immer weiter wachsendes Angebot befeuert. Doch längst nicht jeder Fahrer will höher sitzen und die suggerierte Abenteuerlust und das gefühlte Sicherheitsplus eines SUVs verspüren.
Gerade in Europa sind Kombis nach wie vor beliebte Begleiter für den privaten und beruflichen Alltag; gerade in der Mittelklasse. So auch bei BMW, wo 90% aller Kombis in Europa verkauft werden. Den 3er verkauften die Bayern 2018 hierzulande zu 87,5% als «Touring». Die Lancierung der neuen 3er-Limousine Ende 2018 war also nur ein Vorgeschmack auf den eigentlich wichtigen 3er, den Touring.
Der hat im Vergleich zu seinem Vorgänger um 76 Millimeter an Länge gewonnen, was sich nicht nur beim Raumangebot für die Passagiere, sondern natürlich auch beim Kofferraum bemerkbar macht; jener fasst nun 500 bis 1510 Liter, also rund 10 Liter mehr als bisher. Zudem wurde die Ladeluke vergrössert, sodass auch sperriges Gepäck leichter geladen werden kann. Weiterhin lässt sich die Heckscheibe, wie es bei Kombis von BMW Tradition hat, separat öffnen. Praktisch, um kleine Gegenstände ein- und auszuladen oder um für genügend Frischluft zu sorgen, falls der Vierbeiner mal im Auto warten soll.

Schlauer Gepäck laden
Der eigentliche Geniestreich im Kofferraum ist aber der neue Ladeboden im neuen Touring. In den Teppichboden sind vier Metallschienen eingelassen. Darauf lässt sich beispielsweise ein Koffer leicht in den Laderaum schieben. Wird die Heckklappe geschlossen, bläst sich in diesen Schienen ein Gummibalg auf, sodass das Gepäck kaum mehr verrutschen kann. Öffnet man die Heckklappe wieder, verschwindet diese Rutschsicherung und das Gepäck kann ohne Mühe wieder entladen werden. Der neue 3er Touring überzeugt auf der ersten Testfahrt aber nicht nur mit seinem Kofferraum. Wie auch die Limousine bietet der Kombi BMW-typisch präzises Fahrverhalten und ein gekonnt abgestimmtes Fahrwerk. Auch auf kurvigen Strecken fühlt man sich auf Anhieb wohl. Das gilt insbesondere für die getestete Variante mit 3-Liter-Diesel, Allradantrieb und Automatik im 330d xDrive. Mit 265 PS und 580 Nm Drehmoment ist der kraftvolle und kultivierte Sechszylinder die derzeitige Topmotorisierung für den 3er Touring, der Ende September zu den Händlern kommt.
Weiter steht der 320d (190 PS/400 Nm, wahlweise 4×4) im Diesel-Angebot, einziger Benziner ist der 330i xDrive (2-Liter, 258 PS/400 Nm).


Schlauer Strom laden
Auch wenn der Sechszylinder im 330d beste Werbung für den Diesel macht: In Anbetracht der immer strenger werdenden Emissionsgesetze muss auch BMW noch einen Schritt weiter gehen und die Modellpalette unter Strom setzen.
Deswegen legen die Bayern den 3er nun auch als Plug-in-Hybrid nach. Zunächst als Limousine, später erstmals auch als Kombi, wenn auch ohne Allradantrieb. Der 330e kombiniert einen 2-Liter-Benziner mit 184 PS und eine E-Maschine mit maximal 113 PS zu einer Systemleistung von 292 PS und 420 Nm Drehmoment, wodurch auch die markenprägende Freude am Fahren gegeben ist.
Wichtiger ist allerdings in diesem Zusammenhang, dass der Plug-in-Hybrid bis zu 140 km/h rein elektrisch schafft und bis zu 66 Kliometer zurücklegen kann, ohne auf den Benziner angewiesen zu sein. So kommt er auf einen Normverbrauch (WLTP) von lediglich 1,6 l/100 km. Um diesem in der Realität möglichst nahe zu kommen, plant das Navi selbstständig, wie die beiden Antriebsformen möglichst effizient genutzt werden können.
Die Preise für den 330e starten bei 62 800 Franken. Der 3er Touring ist ab 52 500 Franken zu haben.

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