Obwohl der ewige Dreikampf zwischen Mercedes, Audi und BMW bei den grossen Limousinen hierzulande immer weniger Enthusiasten interessiert kommt der neue 7er nazürlich auch in die Schweiz. Klar, China mag grosse Limousinen, Russland auch. Aber hierzulande ist der Absatz: mager. 2014 wurden 158 Audi A8 verkauft, BMW brachte es mit dem alten 7er auf 132 Autos. Nur Mercedes konnte sich etwas absetzen, von der brandneuen S-Klasse (Limousine und Coupé) wurden immerhin 678 Autos verkauft.

Doch zurück zum neuen 7er. Den gibt es weiterhin in einer Kurz- und einer Langversion. Wobei kurz natürlich nicht ganz so ernst gemeint ist. 510 cm ist der 7er mindestens lang, die Langversion bringt es auf satte 524 cm.  Und natürlich gibt es eine grosse Motorenauswahl. Das Spiel beginnt beim 740i, einem Reihensechser mit 326 PS. Der dürfte den rund 1800 kg schweren Wagen wohl gut in Schwung bringen. Der 750i ist dann schon ein Achtzylinder, 450 PS und Allrad sorgen hier für Vortrieb. Als Dieselmotoren steht der 730i zur Wahl, den man auch mit Allrad kombinieren kann. 265 PS  leistet der Reihensechszylinder nominell. Und klar, es gibt auch einen Plug-in-Hybrid auf Basis des 740i, der eine Systemleistung von 326 PS bringen soll. Und, weil die Fahrzeuge um bis zu 130 kg leichter sind als die Vorgängerversionen, sollte das auch genügend Kraft sein.

BMW 740 iL

BMW 740 iL

 

Mit an Bord sind eine Vielzahl von Bildschirmen und sogar einen auf dem Fahrzeugschlüssel. Damit kann man das Auto ferngesteuert einparken. Innen ist der grosse Bayer sehr edel gemacht. Klar ist, dass man alles nach eigenem Gusto einstellen kann, wenn man sich denn die Zeit nehmen will. Was auch auffällt ist, dass die Allradlenkung wieder gross in Mode zu kommen scheint. Porsche, Renault und einige andere Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen, nun auch BMW. Die Integral-Aktivlenkung ist nun auch in Verbindung mit Allrad verfügbar und es gibt ein weiteres Fahrwerkssystem: das Executive Drive Pro mit aktiver Wankstabilisierung und datenbasierter Vorausschau. Elektromechanisch angetriebene Stabilisatoren reduzieren Wankbewegungen bei dynamischer Kurvenfahrt. Zusätzlich passt die aktive Fahrwerksregelung die Abstimmung der Dämpfer an Fahrbahnunebenheiten an.

Erstmals wird die BMW-Gestiksteuerung ins Bediensystem iDrive integriert. Handbewegungen, die von einem 3D-Sensor erfasst werden, steuern dann die Infotainment-Funktionen. Natürlich kommet aiuch eine Vielzahl von Assistenzsystemen zu Einsatz, nur edles Holz oder Leder, aber das darf man ja von so einem Auto auch erwarten.