Ausgereifter Kompaktwagen

Hyundai hat den i30 überarbeitet. Vor allem der Antrieb profitiert vom Facelift: Er arbeitet nun mit Mild-Hybrid-Technik.

Philipp Aeberli
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Der überarbeitete Hyundai i30.

Der überarbeitete Hyundai i30.

zVg

Wer in der Kompaktklasse Fuss fassen will, hat es nicht leicht; schliesslich ist der VW Golf hier das Mass der Dinge.

Mit dem Hyundai i30 hat der koreanische Hersteller aber ein durchaus attraktives Modell im Angebot, für das ausgerechnet der damalige VW-Chef Martin Winterkorn die wohl beste Werbung machte. Beim Messerundgang auf der IAA in Frankfurt begutachtete er zusammen mit seinen Vorstandskollegen die damals neue zweite Generation des i30. «Da scheppert nix», stellte der VW-Chef bei seiner Qualitätskontrolle fest – und fragte in die Runde, warum man das bei VW nicht hinkriege. Die Verarbeitungsqualität ist auch bei der nun überarbeiteten dritten Generation des i30 tadellos, aussen wie auch im Innenraum. Hier überzeugt der i30 weiterhin mit solider Machart sowie einem neuen, 10,25 Zoll grossen Touchscreensystem, auf dem sich Apple CarPlay und Android Auto nun auch kabellos darstellen lassen.

Ausserdem spendiert Hyundai dem i30 eine leichte optische Auffrischung mit neuem Kühlergrill, neuen Front- und Heckleuchten in LED-Technik sowie neuen Stossfängern. Die grösste Neuerung findet sich aber unter der Haube des Kompakten. Dort kommen nun ausschliesslich Benzin- und Dieselmotoren mit Mild-Hybrid-Unterstützung zum Einsatz. Das System, das mit einem 48-Volt-Netz betrieben wird, kann Bremsenergie zurückgewinnen und den Motor beim Beschleunigen über den Anlassergenerator unterstützen. Zudem hält das 48-Volt-Bordnetz Lenkung und Bremsen am Laufen, wenn der Motor beim Ausrollen ausgeschaltet wird, um Sprit zu sparen. Im getesteten 1,5-Liter-Benziner mit 160 PS und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (ab 30 800 Franken) gefällt der Antrieb mit direkter Gasannahme und gleichmässigem Durchzug; das passt gut zum komfortabel schaltenden Getriebe und zum ausgewogenen Fahrwerk.

Cockpit mit digitalem Tacho.

Cockpit mit digitalem Tacho.

zVg

Damit wirkt der i30 auch auf langen Strecken komfortabel, bewahrt sich aber für die Stadt genügend Wendigkeit. Den Verbrauch gibt Hyundai mit 6,3 l/100 km an. Im Test waren es 6,8 l/100 km – wobei der Kompakte auch viel Stadtverkehr abspulen musste.

Neue Stossstange und neue Rückleuchten beim Facelift.

Neue Stossstange und neue Rückleuchten beim Facelift.

zVg