Terror in Christchurch

Zwei verletzte Opfer schweben noch in Lebensgefahr

Im Gedenken an die Opfer der Moschee-Attacke: niedergelegte Blumen vor einem Spital in der neuseeländischen Stadt Christchurch.

Im Gedenken an die Opfer der Moschee-Attacke: niedergelegte Blumen vor einem Spital in der neuseeländischen Stadt Christchurch.

Nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland schweben zwei Menschen immer noch in Lebensgefahr. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich derweil auf 50, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

In einer der beiden Moscheen der Grossstadt Christchurch, wo ein rechtsextremistischer Täter am Freitag auf Muslime geschossen hatte, wurde eine weitere Leiche gefunden. Noch 36 Menschen wurden mit teils schweren Schussverletzungen in verschiedenen Spitälern behandelt.

Ein Polizeisprecher gab zudem bekannt, dass zwei am Freitag festgenommene Männer keine direkte Verbindung zu dem Anschlag und dem Attentäter hätten. Sie seien an einer Polizeisperre festgenommen worden und hätten Schusswaffen bei sich gehabt, sagte der Sprecher.

Im Zusammenhang mit den Anschlägen gebe es bislang nur einen Beschuldigten, hiess es weiter. Es handelt sich dabei um den australischen Rechtsextremisten Brenton Tarrant, der am Freitag in den beiden Moscheen das Feuer eröffnet hatte. Seine Bluttat übertrug er live per Kamera im Internet. Der Mann ist in Polizeigewahrsam, er wurde bereits von einem Gericht offiziell des Mordes beschuldigt.

Im ganzen Land löste die Tat eine riesige Welle der Solidarität mit der muslimischen Minderheit aus. Den ganzen Samstag über legten Menschen Blumen vor der Hauptmoschee in Christchurch nieder. Andere spendeten per Crowdfunding Millionen von Dollar oder boten verängstigten Muslimen ihre Begleitung an.

(sda/chm)

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