Donald Trump

US-Wahlkampf 2016: Untersuchungsbericht entlastet das FBI

Wurde nicht unrechtmässig ausspioniert: US-Präsident Donald Trump.

Wurde nicht unrechtmässig ausspioniert: US-Präsident Donald Trump.

Das Justizministerium sagt, die amerikanische Bundespolizei habe Trump in seinem Wahlkampf nicht aus politischen Gründen ausspioniert.

Ein interner Untersuchungsbericht des Justizministeriums weist den Vorwurf von Präsident Donald Trump zurück, die Bundespolizei FBI habe seinen Stab im Wahlkampf 2016 aus politischen Gründen ausspioniert – auch wenn während den Ermittlungen schwere handwerkliche Fehler passiert seien. Auch kommt der Inspector General in seinem fast 500 Seiten zählenden Bericht zum Schluss, die sensationellen Behauptungen des ehemaligen britischen Geheimdienstagenten Christopher Steele hätten nicht dazu geführt, dass die Bundespolizei im Juli 2016 die Operation «Crossfire Hurrican» eröffnete, wie die offizielle Bezeichnung für die FBI-Ermittlungen im Umfeld Trumps lautete.

Steele ging im Wahljahr 2016 im Auftrag der Demokraten dem Gerücht nach, Trump stehe unter der Knute des russischen Präsidenten Wladimir Putin, oder habe zumindest von den russischen Einmischungsversuchen in den amerikanischen Wahlkampf Kenntnis gehabt. Nachdem das «Dossier», wie die Berichte Steeles genannt werden, kurz vor der Amtseinführung Trumps publik wurde, kritisierte der amerikanische Präsident die Schnüffelarbeit des Ex-Agenten in scharfen Worten.

Und er behauptete, das FBI habe das «Dossier» zum Vorwand genommen, um den unliebsamen Republikaner auszuspionieren. Steele wies diesen Vorwurf im Gespräch mit dem Inspector General scharf zurück. Er sei nicht voreingenommen gewesen, sondern habe zusammengetragen, was seine Quellen in Russland über Trump erzählt hätten. Zum Beweis für diese Behauptung führte Steele ins Feld, dass er mit einem Trump-Familienmitglied «persönlich» befreundet gewesen sei und gar einmal den Trump Tower in New York besucht habe. Amerikanische Medien berichteten am Montag, bei diesem Familienmitglied habe es sich um Ivanka Trump gehandelt.

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